Adieu Wolfs­burg

Drax­ler-Wech­sel per­fekt

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Ju­li­an Drax­ler

Wolfs­burg/Pa­ris (sid). Das Miss­ver­ständ­nis Wolfs­burg en­de­te für Ju­li­an Drax­ler (Fo­to: dpa) nach 480 Ta­gen, jetzt will der Welt­meis­ter sei­ne Kar­rie­re bei Pa­ris St. Ger­main wie­der in Schwung brin­gen. Der Fuß­ball-Na­tio­nal­spie­ler er­hält beim fran­zö­si­schen Meis­ter vor­be­halt­lich der sport­me­di­zi­ni­schen Un­ter­su­chung ei­nen Vier­ein­halb­jah­res­ver­trag bis Ju­ni 2021, die Ab­lö­se­sum­me soll bei rund 45 Mil­lio­nen Eu­ro lie­gen. PSG ver­mel­de­te den Wech­sel im Ge­gen­satz zu Wolfs­burg aber noch nicht.

Drax­ler will in Pa­ris auch sein an­ge­kratz­tes Image auf­po­lie­ren. „Wir glau­ben, wenn je­mand nur von Geld mo­ti­viert ist und an ei­nem ge­wis­sen Punkt Cha­rak­ter zei­gen soll, dann wird er es nicht tun“, wird Te­am­ma­na­ger Jür­gen Klopp vom FC Li­ver­pool in der fran­zö­si­schen Zei­tung L’Équi­pe zi­tiert. Laut meh­re­ren Me­dien­be­rich­ten soll aber auch Li­ver­pool um Drax­ler mit­ge­bo­ten ha­ben. Nach Le­roy Sa­né und Me­sut Özil, die bei ih­ren Wech­seln zu Man­ches­ter Ci­ty re­spek­ti­ve zum FC Ar­senal 50 Mil­lio­nen ge­kos­tet ha­ben, ist der 23-Jäh­ri­ge der dritt­teu­ers­te deut­sche Fuß­ball­pro­fi. Am 31. Au­gust 2015 war der Ex-Schal­ker für 35 Mil­lio­nen Eu­ro zu den Wöl­fen ge­kom­men, 16 Mo­na­te spä­ter ver­ab­schie­det er sich als Sün­den­bock. Cha­rak­ter­schwä­che, feh­len­de Mo­ti­va­ti­on und Un­pro­fes­sio­na­li­tät wur­den ihm vor­ge­wor­fen.

VfL-Trai­ner Valé­ri­en Is­maël be­dau­er­te zwar „ei­ner­seits den Weg­gang von Ju­li­an, denn er ist ein her­aus­ra­gen­der Fuß­bal­ler. An­de­rer­seits den­ke ich, dass die­ser Schritt für al­le Sei­ten der rich­ti­ge ist.“Die Be­zie­hung zwi­schen Drax­ler und den kri­seln­den Nie­der­sach­sen war voll­kom­men zer­rüt­tet. Vor al­lem bei den Fans hat­te Drax­ler jeg­li­chen Kre­dit ver­spielt. Er woll­te trotz ei­nes Ver­trags bis Ju­ni 2020 schon im Au­gust 2017 weg.

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