Das Schlech­tes­te zum Schluss

Schwa­che Lö­wen ver­lie­ren letz­tes Spiel vor WM-Pau­se in Magdeburg

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Magdeburg/Karls­ru­he (sog). Wäh­rend die Mag­de­bur­ger Fans un­ter den 6 800 Zu­schau­ern in der Ge­tec-Are­na ih­re Mann­schaft mi­nu­ten­lang fre­ne­tisch fei­er­ten, schli­chen die Spie­ler der RheinNeckar Lö­wen mit hän­gen­den Köp­fen in die Ka­bi­ne. Fünf Ta­ge nach dem 29:26-Tri­umph beim THW Kiel er­leb­te der deut­sche Hand­ball­meis­ter am 2. Weih­nachts­tag beim Po­kal­sie­ger nur im iro­ni­schen Sinn ei­ne schö­ne Be­sche­rung. Nach ei­ner un­ter­ir­disch schwa­chen

„Wir wur­den in der ers­ten Halb­zeit über­rannt“

Leis­tung un­ter­la­gen die Lö­wen dem fu­ri­os auf­spie­len­den SC Magdeburg mit 32:35 (15:20) und ver­lo­ren da­mit vor­erst den An­schluss zum bis­lang nach Mi­nus­punk­ten gleich­auf lie­gen­den Spit­zen­rei­ter SG Flens­burg-Han­de­witt, der heu­te noch bei der MT Melsun­gen gas­tiert. Die Lö­wen fie­len in der Ta­bel­le wie­der auf Rang drei zu­rück hin­ter den punkt­glei­chen THW Kiel (bei­de 32:4).

Als die Lö­wen in der Bun­des­li­ga zu­letzt 35 Ge­gen­to­re kas­sier­ten, ver­spiel­ten sie die Meis­ter­schaft. Nach dem 40:35-Pyr­rhus­sieg am 24. Mai 2014 be­ju­bel­te der THW Kiel den Ti­tel­ge­winn. Wie nach­hal­tig ne­ga­tiv sich das gest­ri­ge Ver­tei­di­gungs­ver­sa­gen der Lö­wen aus­wir­ken wird, ist noch of­fen. Die Nie­der­la­ge am ers­ten Rück­run­den­spiel­tag und beim letz­ten Auf­tritt in der Li­ga bis zum Wie­der­be­ginn nach der WM-Pau­se am 15. Fe­bru­ar war auf al­le Fäl­le ein Stim­mung­s­tö­ter und bö­ser Rück­schlag. Dass der letz­te Ein­druck der blei­ben­de ist, ver­such­te der ges­tern ab­ge­mel­de­te An­dy Schmid ver­bal zu ver­hin­dern. Sie hät­ten in den letz­ten bei­den Par­ti­en des Jah­res zwei Punk­te ge­win­nen wol­len, was er­reicht wur­de durch den Sieg beim THW. „Wir dür­fen jetzt nicht al­les schlecht re­den. Wir hat­ten ein un­glaub­li­ches Jahr 2016“, sag­te der Ka­pi­tän am Sport1-Mi­kro­fon und füg­te hin­zu: „Wir freu­en uns auf das nächs­te Jahr. Dann wer­den wir wie­der be­reit ste­hen.“

Die Lö­wen wa­ren den Gast­ge­bern nur in den ers­ten zehn Mi­nu­ten eben­bür­tig. Nach ei­nem 0:5-Lauf von 6:6 auf 6:11 lie­fen sie die­sem ho­hen Rück­stand im­mer hin­ter­her. „Wir wur­den in der ers­ten Halb­zeit von Magdeburg über­rannt und wa­ren nicht gie­rig ge­nug“, sag­te Schmid. Die Ab­wehr, in Kiel Sieg­ga­rant, glich ei­nem Tor­so, hin­ter dem auch die Tor­hü­ter Mi­ka­el Ap­pel­g­ren und Andre­as Palicka nichts aus­rich­te­ten. Jan­nick Gre­en im SC-Tor brach­te die Lö­wen-Wer­fer da­ge­gen zur Ver­zweif­lung. Trai­ner Ni­ko­laj Ja­cob­sen re­agier­te, ließ mit sie­ben Feld­spie­lern an­grei­fen, doch mehr als bis auf zwei To­re – beim 13:15 nach 24 Mi­nu­ten – ka­men die Lö­wen nicht her­an. Nor­mal­form zeig­te fast nur Mads Men­sah Lar­sen, der neun To­re er­ziel­te. Zu­dem über­zeug­te Links­au­ßen De­jan Ma­naskov mit sechs Tref­fern. Für den Rest galt: Das Schlech­tes­te zum Schluss.

SC Magdeburg: Dam­gaard 8, O’Sul­li­van 7, Chris­ti­an­sen 7, Mu­sa 4, Lem­ke 4, Weber 3/3, Mu­sche 2.

Rhein-Neckar Lö­wen: Men­sah 9, Ma­naskov 6/1, Pe­ters­son 4, Ek­dahl du Rietz 3, Gro­etz­ki 3, Guar­dio­la 3, Schmid 2/1, Bae­na 1, Pe­keler 1.

MIT MACHT ge­gen die dro­hen­de Nie­der­la­ge der Rhein-Neckar Lö­wen in Magdeburg stemm­te sich nur Mads Men­sah Lar­sen, der neun To­re er­ziel­te. Fo­to: dpa

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