Schreib­feh­ler

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Man­che Men­schen, so ha­be ich eben in der Zei­tung ge­le­sen, ver­spü­ren ein re­gel­recht phy­si­sches Un­be­ha­gen, wenn sie in Tex­ten auf Schreib­feh­ler sto­ßen, man­che wür­den von Män­geln in der Schrift­spra­che gar auf cha­rak­ter­li­che Män­gel des Schrei­bers schlie­ßen. In die­sem Zu­sam­men­hang fin­de ich es rück­bli­ckend lus­tig, dass ei­ne Zeit­lang im Deutsch-Un­ter­richt nicht so sehr auf Recht­schrei­bung und Zei­chen­set­zung ge­ach­tet wur­de, wich­tig war nur der In­halt, wo­bei ge­tre­te­ner Quark die gro­ße Chan­ce be­saß, gut be­no­tet zu wer­den. Das war der Auf­takt der zu Pa­pier ge­brach­ten Ge­schwät­zig­keit oh­ne Punkt und Kom­ma.

Plötz­lich tauch­te vor mir das Bild mei­ner Tan­te Em­ma auf, die vor Jah­ren schon ge­stor­ben ist. Sie war ei­ne

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