Nach­denk­lich und hei­ter

Weih­nachts­kon­zert mit Mar­ti­na di Tem­pio in der Kie­sel­bron­ner Ste­pha­nus­kir­che

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

„Es ist schon zur Tra­di­ti­on ge­wor­den, dass die Pforz­hei­mer So­pra­nis­tin Mar­ti­na di Tem­pio uns mit ei­nem vor­weih­nacht­li­chen Kon­zert in der Ste­pha­nus­kir­che er­freut“, sag­te Kie­sel­bronns Pfar­rer Mar­kus Mall bei der Be­grü­ßung der Gäs­te. Er sprach die über­lei­ten­den Wor­te zwi­schen den Kon­zert­ab­schnit­ten. Da­bei ging er auch auf die un­ter­schied­li­chen Ge­füh­le ein, die in der Ad­vents­und Weih­nachts­zeit bei den Men­schen ent­ste­hen. Stress, nicht er­füll­te Er­war­tun­gen ste­hen der Vor­freu­de mit Blick auf die Weih­nachts­bot­schaft der Chris­ten­heit ge­gen­über. Das an­spre­chen­de und fa­cet­ten­rei­che Pro­gramm aus Ari­en, Lie­dern und Songs un­ter­schied­li­cher Epo­chen wer­de mit der

Lie­der und Ari­en aus ver­schie­de­nen Epo­chen

Kraft der Mu­sik und des Ge­sangs un­se­re Ge­mü­ter er­freu­en, sag­te Mar­cus Mall.

Das Kon­zert er­öff­ne­te die ein­fühl­sa­me kla­re So­pran­stim­me von Mar­ti­na die Tem­pio mit dem „Ca­ro mio ben – Mein ge­lieb­ter Schatz glau­be mir“des ita­lie­ni­schen Kom­po­nis­ten Tom­ma­so Gior­da­ni. Ro­man­tik pur könn­ten die Gäs­te bei „Mond­nacht“von Ro­bert Schu­mann ge­nie­ßen, be­son­ders auch in der mo­der­nen Ton­fol­ge und im Rhyth­mus der Bal­la­de „Long Ti­me Ago“von Aa­ron Co­pland. Die „Win­ter­wei­he – In die­sen Ta­gen neu sich das Licht er­füllt“und das Lied „Zu­nei­gung – Ja, du weist es teu­re See­le“, bei­de kom­po­niert von Richard Strauß, mach­ten die Aus­druck­fä­hig­keit und die Klar­heit der Aus­spra­che von Ma­ri­na di Tem­pios Stim­me be­son­ders deut­lich.

Kraft­voll er­klan­gen auch Wer­ke von Ge­org Fried­rich Hän­del, wie das „Dank, sei dir Herr“so­wie das „Om­bra mai fu“aus der Oper „Xer­xes“. Beim „Ave Ma­ria“, dem Gruß an die Got­tes­mut­ter von Bach/Goun­od, konn­te die Sän­ge­rin mit ih­rem ju­gend­lich dra­ma­ti­schen So­pran gleich wie­der ei­ne zu­rück­hal­ten­de Bril­lanz in ih­re Stim­me le­gen.

Auch mit den Lie­dern der zeit­ge­nös­si­schen Kom­po­nis­ten, wie Marg­ret Bir­ken­feld (Herr, Du bist die Lie­be) und G. Förs­ter (Nimm mein Le­ben, nimm es ganz) gab es über­zeu­gen­de Lied­vor­trä­ge. Stim­mungs­vol­le Weih­nachts­lie­der, bei de­nen die Kon­zert­be­su­cher mit­sin­gen konn­ten, und das „Gu­ten Abend, gut Nacht“von Jo­han­nes Brahms run­de­ten den ge­lun­gen Kon­zert­abend der Nach­denk­lich­keit und der Freu­de ab. Kor­re­pe­ti­to­rin Do­ro­thea Schwarz vom Staats­thea­ter Stutt­gart be­glei­te­te Mar­ti­na di Tem­pio in be­währ­ter Wei­se kon­ge­ni­al am Kla­vier. Man­fred Schott

IM HIS­TO­RI­SCHEN CHOR der Kie­sel­bron­ner Ste­pha­nus­kir­che gab Mar­ti­na di Tem­pio ein be­ein­dru­cken­des Kon­zert mit Wer­ken von der Klas­sik bis zur Mo­der­ne. Fo­to: ms

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