Macht­wort der Mi­nis­te­rin

Ei­sen­mann weist Grund­schul­leh­rer in die Schran­ken

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Im Streit um Lehr­me­tho­den für Recht­schrei­bung an Grund­schu­len hat die ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Kul­tus­mi­nis­te­rin Su­san­ne Ei­sen­mann (CDU) ih­re Vor­ga­ben ver­tei­digt. „Es gibt kei­ne päd­ago­gi­sche Frei­heit als sub­jek­ti­ves Recht“, sag­te Ei­sen­mann der „Stutt­gar­ter Zei­tung“und den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“. Es sei Auf­ga­be ih­res Res­sorts, An­wei­sun­gen zu ge­ben, was wie ver­mit­telt wer­den soll, so die Mi­nis­te­rin.

Aus­lö­ser des Streits war ein Brief Ei­sen­manns, der An­fang De­zem­ber an al­le Grund­schu­len im Süd­wes­ten ging. Sie for­der­te dar­in ei­ne Kurs­kor­rek­tur: Me­tho­den, bei de­nen Kin­der lan­ge Zeit nicht auf die rich­ti­ge Recht­schrei­bung ach­ten müss­ten – et­wa das Schrei­ben nach Ge­hör – sol­len dem­nach nicht mehr prak­ti­ziert wer­den. In Zu­kunft müss­ten Recht­schreib­feh­ler von der ers­ten Grund­schul­klas­se an kor­ri­giert wer­den. Da­mit hat­te sie auf das schlech­te Ab­schnei­den der Ne­unt­kläss­ler bei der Recht­schrei­bung in der jüngs­ten Stu­die des In­sti­tuts für Qua­li­tät im Bil­dungs­we­sen (IQB) re­agiert.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wa­ren bei der Or­tho­gra­fie vom zwei­ten Platz im Jahr 2009 auf den zehn­ten Rang 2015 ab­ge­sackt. Leh­rer­ver­bän­de hat­ten der ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Mi­nis­te­rin Kom­pe­tenz­über­schrei­tung und Ver­let­zung der päd­ago­gi­schen Frei­heit der Leh­rer vor­ge­wor­fen.

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