Steu­er­vor­teil für Flücht­lings­hel­fer

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (epd). Die ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Fi­nanz­staats­se­kre­tä­rin Gi­se­la Splett (Grü­ne) hat auf Steu­er­er­leich­te­run­gen für eh­ren­amt­li­che Flücht­lings­hel­fer hin­ge­wie­sen. Geld- und Sach­spen­den, aber auch Spen­den von Ver­gü­tung oder Ar­beits­lohn, könn­ten nicht nur bis zu die­sem Jah­res­en­de, son­dern bis En­de 2018 steu­er­min­dernd gel­tend ge­macht wer­den. Dies hät­ten jetzt die obers­ten Fi­nanz­be­hör­den der Län­der und das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um ver­ein­bart, er­klär­te die Po­li­ti­ke­rin aus Karls­ru­he.

Zu den Er­leich­te­run­gen ge­hö­re un­ter an­de­rem, dass für Spen­den auf Son­der­kon­ten von Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen der Bank­be­leg als Nach­weis ge­nü­ge. Ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen kön­nen un­ab­hän­gig von ih­ren ei­gent­li­chen Sat­zungs­zwe­cken bei aus­ge­wie­se­nen Son­der­ak­tio­nen Spen­den für Flücht­lin­ge sam­meln.

Wer in der Frei­zeit bei­spiels­wei­se Deutsch­kur­se für Flücht­lin­ge gibt und da­für ei­ne Ver­gü­tung er­hal­ten könn­te, die­se aber dem Ver­an­stal­ter zu­rückspen­det, kann den Be­trag als Son­der­aus­ga­be gel­tend ma­chen. Wer ei­nen Teil sei­nes Loh­nes für Flücht­lings­hil­fe spen­det, muss die­sen An­teil nicht ver­steu­ern. Rech­nun­gen von Sach­spen­den, die von ei­ner ge­mein­nüt­zi­gen Or­ga­ni­sa­ti­on be­stä­tigt sind, wer­den als Son­der­aus­ga­be be­rück­sich­tigt.

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