Seit 105 Jah­ren en­ga­giert

DRK Nuß­baum zeich­net Fa­mi­lie Lan­sche aus / Bei­trag zu In­te­gra­ti­on ge­leis­tet

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Neu­lin­gen-Nuß­baum (pd). Auf­grund zahl­rei­cher Ers­te-Hil­fe-Di­ens­te, Ein­sät­ze und wei­te­ren Ter­mi­nen muss­te der DRK-Orts­ver­ein Nuß­baum sei­ne Jah­res­haupt­ver­samm­lung für 2015 im Ver­eins­heim in der Berg­stra­ße vom Früh­jahr auf De­zem­ber ver­schie­ben.

Der neue Kreis­ge­schäfts­füh­rer Ste­fan Adam lob­te den Orts­ver­ein mit sei­ner sehr ak­ti­ven Be­reit­schaft, So­zi­al­diens­ten und ei­ner neu­en Ju­gend­grup­pe. Zu­dem sprach er sei­ne Glück­wün­sche zu dem schö­nen Ver­eins­heim aus, ver­bun­den mit dem Dank an die Ge­mein­de Neu­lin­gen, die dies erst er­mög­licht ha­be. Der eben­falls neue Kreis­be­reit­schafts­lei­ter Do­mi­ni­que Krue­ger, der die Eh­run­gen vor­nahm, füg­te an, dass es un­ver­gleich­lich sei, was das DRK Nuß­baum leis­te.

Seit 55 Jah­ren hal­ten die Treue Hel­ga Schall und Ha­rald Lan­sche und seit 45 Jah­ren Wer­ner Guth­mann. Dan­ny Rieth, (Ju­gend­lei­ter) so­wie Lan­sches Söh­ne Mar­cus (Vor­sit­zen­der des Orts­ver­eins) und Thors­ten (Be­reit­schafts­lei­ter für Nuß­baum und Vi­ze-Kreis­be­reit­schafts­lei­ter) wur­den für 25 Jah­re aus­ge­zeich­net. Fa­mi­lie Lan­sche ist so­mit ins­ge­samt 105 Jah­re für das DRK en­ga­giert. Seit fünf Jah­ren da­bei ist das Ehe­paar An­net­te und Thors­ten Pe­ter.

Ne­ben der Aus­zeich­nungs­span­ge er­hiel­ten die Geehr­ten je­weils ei­ne Ur­kun­de vom Kreis­ver­band so­wie ab 25 Jah­ren zu­sätz­lich ei­ne Eh­ren­ur­kun­de vom Lan­des­ver­band. Vom Orts­ver­ein gab es für 55 Jah­re noch die neue Eh­ren­mit­glieds­kar­te. Wie Vor­sit­zen­der Mar­cus Lan­sche, der für die gro­ße Un­ter­stüt­zung aus der Be­völ­ke­rung dank­te, in sei­nem Rück­blick aus­führ­te, war 2015 ein sehr ar­beits­rei­ches, aber auch er­folg­rei­ches Jahr für den Orts­ver­ein. Er zäh­le 41 Mit­glie­der, da­von zwölf ak­ti­ve und sechs Eh­ren­mit­glie­der. Andrea Voll­mar und An­net­te Pe­ter wur­den zu Feld­kö­chen aus­ge­bil­det.

In ei­ner an­schau­li­chen Prä­sen­ta­ti­on stell­te der Vor­sit­zen­de dar, wie die Hel­fer-vor-Ort-Ein­sät­ze (HvO) seit Jah­ren

200 Flücht­lin­ge wer­den vom Orts­ver­band mit­be­treut

an­stei­gen. Wäh­rend es 2014 noch 144 wa­ren, be­lie­fen sie sich 2015 be­reits auf 208. Zu den 3 800 ge­leis­te­ten St­un­den zäh­len auch 40 Sa­ni­täts­diens­te, un­ter an­de­rem auf der klei­nen Gar­ten­schau in Mühl­acker, und 25 Di­enstaben­de. Auf das mehr­ma­li­ge Be­glei­ten von Flücht­lin­gen mit dem Zug von Fei­las­sung bis nach Mann­heim ent­fal­len 120 St­un­den.

„Die So­zi­al­grup­pe mit zwölf Strick­da­men von 26 bis 87 Jah­ren, un­ter der Lei­tung von Andrea Voll­mar, mach­te schon in ih­rem ers­ten Jahr nach der Grün­dung Ein­nah­men und kann sich so­mit selbst tra­gen, oh­ne dass der Orts­ver­ein die So­zi­al­grup­pe quer­fi­nan­zie­ren muss“, freu­te sich Lan­sche. Vi­ze-Bür­ger­meis­ter Rei­ner Roth dank­te, dass rund 200 Flücht­lin­ge vom Orts­ver­ein be­treut wer­den. Flücht­lings­kin­der wer­den zum Ju­gend­rot­kreuz und Frau­en zur So­zi­al­grup­pe ein­ge­la­den und wür­den so in­te­griert. „Macht wei­ter so, die Ge­mein­de braucht euch noch!“, sag­te er.

Ab­tei­lungs­kom­man­dant Hen­ry Bey­er dank­te für die gu­te Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen der Feu­er­wehr und der Be­reit­schaft, die auf ei­nem gu­ten We­ge sei. „Im Ver­gleich zu 50 Ein­sät­zen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Neu­lin­gen brach­te es das DRK Nuß­baum im­mer­hin auf über 200“, er­wähn­te Bey­er. Er zeig­te sich er­freut über die gro­ße Re­so­nanz in der neu­en Ju­gend­grup­pe, im Ge­gen­satz zu rück­läu­fi­gen Zah­len in der Ju­gend­feu­er­wehr, ver­bun­den mit dem Wunsch, dass die Ju­gend­ar­beit Früch­te tra­ge und sich der Ein­satz in Zu­kunft aus­zah­le.

Fo­to: Dietrich

EN­GA­GIERT beim DRK-Orts­ver­ein Nuß­baum: Kreis­be­reit­schafts­lei­ter Do­mi­ni­que Krue­ger (vor­ne von links) ehr­te Hel­ga Schall, Ha­rald Lan­sche und auf der Trep­pe (von links) Mar­cus und Thors­ten Lan­sche, An­net­te Pe­ter, Dan­ny Rieth und Thors­ten Pe­ter.

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