Käm­me­rer mit glän­zen­den Au­gen

Ein­kom­men­steu­er im Enz­kreis ge­stie­gen / Auch Lohn­steu­er im Plus

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Enz­kreis (zds). Die Lohn­steu­er liegt in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich mit drei Pro­zent im Plus, die Ein­kom­mens­steu­er mit 8,9 Pro­zent, da freut sich nicht nur der Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter und spricht von mög­li­cher Steu­er­ent­las­tung, wie es sich für Wahl­kampf­zei­ten ge­hört. Da be­kom­men auch die kom­mu­na­len Käm­me­rer mit Blick auf die kom­men­de Jah­res­rech­nung 2016 glän­zen­de Au­gen, denn das spült auch ih­nen Geld in die kom­mu­na­le Kas­se. Da­bei hat­ten sie schon 2015 we­nig zu me­ckern. Bei­spiel Enz­kreis: rund 104,5 Mil­lio­nen Eu­ro ste­hen hier für 2015 als An­teil an der Ein­kom­men­steu­er (in­klu­si­ve Lohn­steu­er) laut Sta­tis­ti­schem Lan­des­amt zu Bu­che – rund 0,8 Mil­lio­nen Eu­ro mehr als im Jahr da­vor.

Doch es gibt nicht nur die Ein­kom­men­steu­er als kom­mu­na­le Geld­quel­le und des­we­gen gilt: Nach­dem die Steu­er­ein­nah­men 2015 beim Sta­tis­ti­schen Lan­des­amt in­zwi­schen amt­lich er­fasst sind, ist klar, dass der Geld­zu­fluss im Enz­kreis um 18,7 Mil­lio­nen Eu­ro stieg. Da wur­de den Be­trof­fe­nen kräf­tig in ih­re Ta­schen ge­grif­fen, denn sie sind ja die be­rühm­ten Steu­er­quel­len, die spru­deln müs­sen. Un­ter dem Strich be­zahl­ten sie rund 220 Mil­lio­nen Eu­ro für die kom­mu­na­len Aus­ga­ben im Enz­kreis.

Va­ter Staat und da­mit auch On­kel Kom­mu­ne zap­fen ih­re Steu­er­quel­len über­all an: Wer ar­bei­tet, füllt die kom­mu­na­len Kas­sen und wer kon­su­miert, füllt sie eben­so, egal wo­her er sein Ein­kom­men be­zieht, ob er Sprit kauft oder Brot oder ob er Mie­te zahlt. Ir­gend­ei­ne Steu­er­art greift im­mer. Manch­mal auch zwei, drei nach­ein­an­der. Der Ge­wer­be­trei­ben­de bei­spiels­wei­se wird gleich mehr­fach zur Kas­se ge­be­ten. Für sei­ne Fir­ma zahlt er Ge­wer­be­steu­er (wenn die­se die Frei­gren­zen über­schrei­tet): Die Ge­wer­be­steu­er brach­te 2015 im Enz­kreis run­de 85,9 Mil­lio­nen Eu­ro in die Kas­se und mach­te da­mit schon 39,1 Pro­zent des Ge­samt­steu­er­auf­kom­mens aus. Frei­lich bleibt nicht die gan­ze Ge­wer­be­steu­er in der Kas­se. Es gibt ei­ne Ge­wer­be­steu­er­um­la­ge, die ab­zu­füh­ren ist, 2015 be­trug sie 16,7 Mil­lio­nen Eu­ro (Vor­jahr: 14,5 Mil­lio­nen Eu­ro) und über die freu­en sich die Fi­nanz­mi­nis­ter von Land und Bund. Im Ge­gen­zug be­kom­men die Kom­mu­nen aber An­tei­le an der Um­satz- und der Ein­kom­men­steu­er, da­mit sie nicht dar­ben müs­sen. Kon­kret sieht die Rech­nung so aus: 16,7 Mil­lio­nen Eu­ro flos­sen ab. Aber al­lein aus der Ein­kom­men­steu­er flos­sen im Ge­gen­zug 104,5 Mil­lio­nen Eu­ro zu (Vor­jahr: 103,7 Mil­lio­nen Eu­ro). Da­mit sor­gen Ar­beit­neh­mer und Selbst­stän­di­ge über die von ih­nen be­zahl­ten Steu­ern auf Lohn und Ein­kom­men al­lein für wei­te­re 47,5 Pro­zent der kom­mu­na­len Ein­nah­men. Und über den kom­mu­na­len An­teil an der Um­satz­steu­er ka­men wei­te­re 8,0 Mil­lio­nen Eu­ro (Vor­jahr: 6,9 Mil­lio­nen Eu­ro) in die Kas­se, macht 3,6 Pro­zent der Ein­nah­men. Die Grund­steu­er­ein­nah­men be­tru­gen (A und B zu­sam­men­ge­rech­net) 2015 im Enz­kreis 21,5 Mil­lio­nen Eu­ro (Vor­jahr: 21,1 Mil­lio­nen Eu­ro) gleich 9,8 Pro­zent. Die Grund­steu­er ist da­bei so et­was wie ei­ne klei­ne Ver­mö­gens­steu­er, denn sie wird oh­ne An­se­hen der Leis­tungs­fä­hig­keit des Grund­stücks­be­sit­zers kas­siert. Macht zu­sam­men rund 220 Mil­lio­nen Eu­ro für die kom­mu­na­len Aus­ga­ben im Enz­kreis (Vor­jahr: 201,3 Mil­lio­nen Eu­ro). Da­mit stie­gen die Ein­nah­men um 18,7 Mil­lio­nen Eu­ro.

Ge­wer­be­steu­er gro­ßer Teil der Steu­er­ein­nah­men

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