Pha­rao­amei­sen mö­gen es warm

Pforzheimer Kurier - - TIER UND NATUR -

Ber­lin (dpa/tmn). Die bern­stein­far­be­ne Pha­rao­amei­se liebt war­me Tem­pe­ra­tu­ren. Man fin­det sie da­her oft in Kü­che oder Ba­de­zim­mer so­wie in al­len be­heiz­ten Stand­or­ten wie Hei­zungs­schäch­ten. Aber auch in Fu­gen von Mö­beln füh­len sie sich auf­ge­ho­ben, ge­nau­so wie im Iso­lier­ma­te­ri­al von Kühl­schrän­ken. Dar­auf weist das Pes­ti­zid Ak­ti­ons-Netz­werk (PAN) in Ham­burg hin. Die Art stammt ei­gent­lich aus dem war­men Ost­in­di­en und braucht da­her zur Ver­meh­rung 25 bis 30 Grad.

Wie er­kennt man die Tie­re? Die Amei­sen sind klein und tra­gen ein auf­fäl­li­ges Bern­st­ein­gelb. Nicht grö­ßer als ei­ne

Winz­lin­ge kön­nen zu Hy­gie­ne­pro­ble­men füh­ren

Faust ist laut PAN ein Nest mit rund ei­ner Mil­li­on Ar­bei­te­rin­nen und bis zu 200 Kö­ni­gin­nen. Die Be­kämp­fung ist wich­tig, denn Pha­rao­amei­sen kön­nen zu Hy­gie­ne­pro­ble­men füh­ren. Sie drin­gen et­wa in Wund­ver­bän­de ein und über­tra­gen ge­fähr­li­che Kei­me wie Strep­to­kok­ken, Sta­phy­lo­kok­ken oder Sal­mo­nel­len.

Es gibt Prä­pa­ra­te im Han­del zur Be­kämp­fung, wie der Deut­sche Schäd­lings­be­kämp­fer-Ver­band (DVS) in Ber­lin er­klärt. Die­se müs­sen groß­flä­chig und über län­ge­re Zeit an­ge­wen­det wer­den.

Al­ler­dings er­klä­ren DSV und PAN, dass man die Be­kämp­fung am bes­ten Pro­fis über­las­sen soll­te. Denn die An­wen­dung der Prä­pa­ra­te ist tü­ckisch: Die Tie­re mei­den Be­rei­che mit to­ten Tie­ren und ent­zie­hen sich so der wei­te­ren Be­kämp­fung.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.