Ein Stück Ge­nug­tu­ung

Der SV Spiel­berg ist als Ta­bel­len­sieb­ter der Fuß­ball-Ober­li­ga zu­frie­den

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Karls­bad. Mit ei­ner gro­ßen Por­ti­on Zuf­rie­den­heit ist der SV Spiel­berg in die Win­ter­pau­se ge­gan­gen. Denn „genau im Soll“sieht SVS-Sport­vor­stand Bernd Stad­ler sei­ne Elf. Ein ein­stel­li­ger Ta­bel­len­platz in der Fuß­ball-Ober­li­ga Ba­denWürt­tem­berg soll­te es wer­den. Platz sie­ben ist es ge­wor­den. Des­halb emp­fin­det er auch ein „Stück Ge­nug­tu­ung“an­ge­sichts der zahl­rei­chen Stim­men, die den Karls­ba­dern nach dem Ab­stieg aus der Re­gio­nal­li­ga gleich den nächs­ten pro­phe­zeit hat­ten.

„Das zeigt den Cha­rak­ter der Mann­schaft“, be­tont Bernd Stad­ler. „Kei­ner ließ sich hän­gen“, führt er wei­ter aus. Zu­dem blieb die Trup­pe im Som­mer prak­tisch kom­plett zu­sam­men. Max Knorn vom 1. CfR Pforz­heim war ei­ne von ei­ner Hand­voll Ver­stär­kun­gen (sie­he „Wech­sel bringt Knorn Spiel­zeit“). „Auch das spricht für ein in­tak­tes Ge­fü­ge“, lobt Spiel­bergs Fuß­ball­chef sei­ne Man­nen. Es spricht aber eben­so für den Ver­ein. Denn trotz des un­er­war­te­ten Auf­stiegs vor ein­ein­halb Jah­ren ver­trau­te man dem Meis­ter­team, ver­zich­te­te auf Ver­stär­kun­gen und än­der­te auch sonst nichts an den Struk­tu­ren. „Al­le an­de­ren trai­nier­ten un­ter Pro­fi­be­din­gun­gen“, be­schreibt Stad­ler die Kon­stel­la­ti­on, wäh­rend Spiel­berg wei­ter­hin nur abends üb­te. Den­noch be­zeich­net der Sport­vor­stand das Re­gio­nal­li­ga­jahr als „über­ra­gen­de Er­fah­rung“. Zu­mal an des­sen En­de so­gar ein fi­nan­zi­el­les Plus stand.

Gleich­wohl herrsch­te Un­ge­wiss­heit, wie rei­bungs­los die Lan­dung in der har­ten Rea­li­tät Ober­li­ga ge­lin­gen wür­de. Und da fühl­ten sich die Skep­ti­ker zu­nächst be­stä­tigt. Sie­ben Punk­te aus den ers­ten zehn Par­ti­en – der SV Spiel­berg hing ganz tief im Ta­bel­len­kel­ler fest. „Vie­le Par­ti­en in­ner­halb kur­zer Zeit, kaum Er­ho­lungs­zeit und da­zu noch zahl­rei­che Ver­letz­te“, nennt Bernd Stad­ler als Grün­de für den zä­hen Start. Da­mit nicht ge­nug: Trai­ner Hart­mut Kauf­mann er­klär­te En­de Au­gust sei­nen Rück­tritt. „Völ­lig über­ra­schend“, so sagt der Fuß­ball­boss.

Knapp vier Wo­chen spä­ter war mit Pe­ter Ho­gen der Kauf­mann-Nach­fol­ger ge­fun­den. Und als sich dann ver­letz­te Ak­teu­re nach und nach ein­satz­be­reit zu­rück­mel­de­ten, lief es sport­lich wie­der rund. Acht­mal in Fol­ge blieb der SV Spiel­berg un­ge­schla­gen und ge­wann da­bei sie­ben Par­ti­en. So ging es Stück für Stück nach oben in der Ta­bel­le. Den­noch rich­tet sich der Blick zu­erst nach un­ten. „So eng ha­be ich die Ober­li­ga noch nie er­lebt“, sagt Bernd Stad­ler. Vier Punk­te ist der SV Spiel­berg von Rang drei ent­fernt, bis zur Ab­stiegs­re­gi­on sind es aber eben­falls nur fünf Zäh­ler. Mög­li­cher­wei­se so­gar noch we­ni­ger. Denn ob der nach dem Spiel­ab­bruch ge­gen Ra­vens­burg zu­ge­spro­che­ne „Drei­er“tat­säch­lich Be­stand ha­ben wird, ent­schei­det sich erst im Ja­nu­ar.

Auf je­den Fall wünscht sich Spiel­bergs Sport­vor­stand Stad­ler mehr de­fen­si­ve Sta­bi­li­tät. Nur drei Kon­tra­hen­ten kas­sier­ten bis­her mehr Ge­gen­tref­fer. „Da­für klapp­te es zu­letzt mit dem To­re schie­ßen“, freut er sich über die dritt­bes­te Of­fen­si­ve der Spiel­klas­se. Und auch das ist na­tür­lich ein Grund, war­um der SV Spiel­berg mit ei­ner gro­ßen Por­ti­on Zuf­rie­den­heit in die Win­ter­pau­se geht. Micha­el Höl­le

Fo­to: GES

AUF EI­NEM GU­TEN WEG wäh­nen sich Max Knorn (links) und der SV Spiel­berg in der Fuß­ball-Ober­li­ga.

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