Trai­ner Frings erst­klas­sig

Ex-Na­tio­nal­spie­ler un­ter­schreibt in Darm­stadt

Pforzheimer Kurier - - ERSTE SEITE - CHEF am Böl­len­fall­tor: Tors­ten Frings. Fo­to: im­a­go

Ex-Na­tio­nal­spie­ler Tors­ten Frings wird Trai­ner des Fuß­ball-Bun­des­li­gis­ten Darm­stadt 98. Der 40-Jäh­ri­ge er­hält bei den Li­li­en ei­nen Ver­trag bis 30. Ju­ni 2018.

Darm­stadt (sid). Der ehe­ma­li­ge Fuß­ball-Na­tio­nal­spie­ler Tors­ten Frings wird Trai­ner des Bun­des­li­ga-Schluss­lichts Darm­stadt 98. Für den 40-Jäh­ri­gen ist es die ers­te Sta­ti­on als Chef­trai­ner. Frings er­setzt bei den Li­li­en Ra­mon Bern­droth, der nach der Ent­las­sung von Nor­bert Mei­er ein­ge­sprun­gen war. „Wir freu­en uns, mit Tors­ten Frings ei­nen Chef­trai­ner ver­pflich­tet zu ha­ben, der Ge­rad­li­nig­keit und Au­then­ti­zi­tät ver­kör­pert“, sag­te 98-Prä­si­dent Rü­di­ger Fritsch, der den neu­en Coach mit ei­nem Ver­trag bis Ju­ni 2018 aus­ge­stat­tet hat: „Bei Tors­ten Frings spü­ren wir das be­rühm­te Feu­er. Er ver­bin­det Wil­le, Lei­den­schaft und Kampf­kraft – je­ne Tu­gen­den, die Darm­stadt 98 aus­ma­chen.“

Frings selbst zeig­te sich „sehr glück­lich, dass mir die Ver­ant­wort­li­chen des SV Darm­stadt 98 ihr Ver­trau­en ge­schenkt ha­ben“. Er „bren­ne auf die Her­aus­for­de­rung in die­sem spe­zi­el­len Klub“, der mit sei­nen „be­son­de­ren At­tri­bu­ten“bes­tens zu sei­ner Per­sön­lich­keit pas­se: „Ich bin mir der Schwe­re der Auf­ga­be be­wusst, aber ich war im­mer ein Kämp­fer und Te­am­play­er, und ge­nau­so wer­de ich ab so­fort – und im Spe­zi­el­len mit dem Trai­nings­auf­takt am 3. Ja­nu­ar – die­se Auf­ga­be an­ge­hen.“Der Ex-Na­tio­nal­spie­ler (79 Län­der­spie­le, 10 To­re) war zu­letzt As­sis­tent von Vik­tor Skrip­nik beim Darm­städ­ter Li­ga­ri­va­len Wer­der Bre­men. Dort stand er nach der Ent­las­sung des Trai­ner­teams im Sep­tem­ber bis zu­letzt noch un­ter Ver­trag. Mor­gen um 14 Uhr wird er nun in Darm­stadt vor­ge­stellt. Der ge­bür­ti­ge Wür­se­le­ner Frings (Wer­der, Bo­rus­sia Dort­mund, Bay­ern Mün­chen, FC To­ron­to) hat­te nach 16 Jah­ren als Pro­fi im Fe­bru­ar 2013 sei­ne ak­ti­ve Kar­rie­re be­en­det. Nach der Spie­ler­kar­rie­re war er Ko-Trai­ner bei den Bre­mer Ama­teu­ren, dann bei den Pro­fis. Ers­te Wahl ist Frings bei den Darm­städ­tern nicht. An Weih­nach­ten hat­te Wunsch­trai­ner Hol­ger Sta­nislaw­ski den Süd­hes­sen ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Da­mit ging die Su­che nach ei­nem Nach­fol­ger des am 5. De­zem­ber ent­las­se­nen Mei­er wei­ter. Ne­ben Frings wur­den zu­letzt auch San­dro Schwarz, Micha­el Front­zeck, Bru­no Lab­ba­dia, Kos­ta Run­jaic, Jos Lu­hu­kay und An­dré Brei­ten­rei­ter ge­han­delt. Nach acht Nie­der­la­gen in Se­rie hat das Über­ra­schungs-Team der ver­gan­ge­nen Sai­son le­dig­lich acht Punk­te auf dem Kon­to. Der Rück­stand auf Platz 15 be­trägt schon acht Zäh­ler, zum Re­le­ga­ti­ons­platz sind es nach 16 Spiel­ta­gen fünf Punk­te. En­de 2015 hat­ten die Li­li­en zum glei­chen Zeit­punkt nach 16 Spiel­ta­gen zehn Punk­te mehr auf dem Kon­to.

An hoch­ka­rä­ti­ge Win­ter-Neu­zu­gän­ge ist auf­grund der fi­nan­zi­el­len La­ge (sie­he Trai­ner­su­che) al­ler­dings nicht zu den­ken, da­mit wird sich Frings ab­fin­den müs­sen. Auch ei­nen Sport­di­rek­tor be­kommt der neue Coach nicht zur Sei­te ge­stellt. Fritsch hat­te zu­letzt klar­ge­stellt, dass sein Club kei­nen Nach­fol­ger für den zu­rück­ge­tre­te­nen Hol­ger Fach sucht.

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