Wan­de­rer fol­gen dem his­to­ri­schen Weg

Ent­lang des Ver­tei­di­gungs­walls Ep­pin­ger Li­nie

Pforzheimer Kurier - - WAS - WANN - WO / WETTER - Von un­se­rem Mit­ar­bei­ter Micha­el Er­le

Ep­pin­gen. Im Sep­tem­ber 2014 wur­de das rund 40 Ki­lo­me­ter lan­ge Teil­stück des Ep­pin­ger-Li­ni­en-Wan­der­we­ges zwi­schen Ep­pin­gen und Mühl­acker teil­wei­se neu an­ge­legt und be­schil­dert. Mit Zwi­schen­über­nach­tung in Ster­nen­fels ist das in zwei Ta­gen zu schaf­fen. Da­mit die vor­lie­gen­de Wan­de­rung als Ta­ges­tour nicht zu um­fang­reich wird, ist Kürn­bach als Aus­gangs­punkt ge­wählt. Vom Ziel­ort Ep­pin­gen aus ge­langt man mit der S-Bahn zu­rück nach Karlsruhe. Brei­te Forst­we­ge und schö­ne Na­tur­pfa­de, die je nach Wit­te­rung stel­len­wei­se auch mal auf­ge­weicht sein kön­nen, wech­seln sich bei die­ser Tour durch die Wäl­der des Heu­chel­bergs ab.

Von der Bus­hal­te­stel­le Ober-Tor-Platz aus ge­hen wir, dem ro­ten Qua­drat fol­gend, in die Burg­stra­ße, dann links auf der Lamm­stra­ße zum Markt­platz, rechts am Rat­haus vor­bei, rechts in die Au­stra­ße und fol­gen nun der Mar­kie­rung ro­ter Punkt zum Schloss­wie­sen­see, schwach links wei­ter auf ei­nem Sträß­chen zu ei­ner mar­kier­ten Kreu­zung. Nun fol­gen wir den Schil­dern „Ep­pin­ger Li­nie“und „Skulp­tur Weit­blick“leicht rechts, wan­dern am Bie­nen­gar­ten und der Gast­stät­te Weiss vor­bei und sto­ßen wir we­nig spä­ter auf den Ep­pin­ger Li­ni­en­weg. Er ist mit dem Wach­turm­zei­chen mar­kiert und be­glei­tet uns bis zum Ziel. Wir bie­gen schwach links ab („Ep­pin­gen 15,3 km“) und mar­schie­ren sanft berg­an durch den Wald zu ei­nem Aus­sichts­punkt bei der Spie­gel­skulp­tur „Weit­blick“.

Ein paar Me­ter nach ei­nem schar­fen Rechts­knick kön­nen wir nach links mit ei­nem kur­zen Ab­ste­cher die Wall­an­la­ge und die Wach­turm-Über­res­te der Ep­pin­ger Li­nie be­gut­ach­ten. Auf dem Forst­weg geht es dann noch ein Weil­chen berg­an zur nächs­ten Ver­zwei­gung, wo uns un­ser Zei­chen schwach links auf ei­nen schö­nen Fuß­weg schickt. Bei der Schach­skulp­tur „Bau­ern­op­fer“ge­lan­gen wir zum Wald­rand und wäh­len den Teer­weg schwach links („Ep­pin­gen 13 km“). Wir wan­dern durch Streu­obst­wie­sen, dann ein Stück auf der Kreis­stra­ße, bie­gen beim nächs­ten Rad­weg­wei­ser halb links ab auf ei­nen Schot­ter­weg (nun auch als Fran­ken­weg HW8 mar­kiert). Beim Tra­fo­häus­chen hal­ten wir uns links, bei der nächs­ten Ver­zwei­gung rechts und wan­dern auf dem Bir­ken­see­weg zu ei­ner Stra­ße. Wir über­que­ren sie, bie­gen 100 Me­ter wei­ter rechts ab und fol­gen un­se­rem Zei­chen auf uri­gem, manch­mal auch auf­ge­weich­tem Na­tur­pfad par­al­lel zum Wald­rand bis zu ei­nem Qu­er­weg. Hier bie­gen wir links, bei der nächs­ten Kreu­zung rechts ab („Ep­pin­gen 9,6 km“) und mar­schie­ren auf brei­tem, et­was ein­tö­ni­gem Forst­weg zur Kopf­rain­hüt­te mit klei­nem Rast­platz.

Be­vor wir ge­ra­de­aus wei­ter­lau­fen, kön­nen wir halb links mit ei­nem klei­nen Ab­ste­cher die Über­res­te ei­ner kel­ti­schen Grab­an­la­ge aus der Zeit et­wa 450 v. Chr. be­sich­ti­gen. Nach 1,5 km kom­men wir zur Tisch­skulp­tur „Arm und Reich“und ein paar Me­ter wei­ter zu ei­nem Wald­park­platz. Wir que­ren die Kreis­stra­ße, hal­ten uns bei der nächs­ten Kreu­zung links und mar­schie­ren auf brei­tem Weg zu ei­nem Wald­park­platz. Ge­ra­de­aus kann man, dem ro­ten Kreuz nach, in we­ni­gem Mi­nu­ten zum Ot­ti­li­en­berg ge­lan­gen und, wenn man die Wan­de­rung ab­kür­zen möch­te, der Mar­kie­rung di­rekt bis nach Ep­pin­gen fol­gen.

Schö­ner und in­ter­es­san­ter ist es, dem Li­ni­en­weg treu zu blei­ben. Er schickt uns rechts auf ei­ner Holz­trep­pe berg­an und dann auf wun­der­schö­nen Na­tur­pfa­den zur nächs­ten Weg­kreu­zung, wo der HW8 nach rechts ab­zweigt. Auch hier kann man noch­mals ab­kür­zen und dem links ab­bie­gen­den ro­ten Punkt am Aus­sichts­punkt „Kraich­gau­blick“vor­bei di­rekt nach Ep­pin­gen fol­gen. An­sons­ten blei­ben wir ge­ra­de­aus („Ep­pin­gen 4,2 km“, zu­nächst auch blau­es Kreuz), eben­so bei der Bau­manns­hüt­te, wo das blaue Kreuz nach rechts ab­zweigt, und bie­gen 250 Me­ter wei­ter links ab. Ge­nau auf der hier noch gut er­hal­te­nen Li­nie geht es hin­ab. Wir que­ren zwei Forst­we­ge („Ep­pin­gen 2,8 km“), blei­ben beim Wald­rand ge­ra­de­aus und wan­dern durch die Lan­gen­berg­hoh­le nach Ep­pin­gen. Wenn der Fuß­weg en­det, bie­gen wir links ab in die Hot­schen­berg­stra­ße, spä­ter Wie­sen­stra­ße, dann rechts ab in die Wald­stra­ße („Bahn­hof 1 km“) und lau­fen berg­ab bis über den Bahn­über­gang, dann nach rechts zum Bahn­hof.

ET­WA 17 KI­LO­ME­TER führt die Wan­de­rung durch die Na­tur, wei­te Tei­le des We­ges ver­lau­fen durch Wald­ge­bie­te. Die Stre­cke ist lan­ge, aber nur sel­ten an­stren­gend. Ei­ne Mög­lich­keit zur Ein­kehr gibt es erst in Ep­pin­gen. Fo­to: Er­le

AUF DEN SPU­REN der Ep­pin­ger Li­nie führt uns die Tour durch den Kraich­gau von Kürn­bach nach Ep­pin­gen. Gra­fik: Sch­laich

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.