Not­fall­ver­sor­gung ver­bes­sert

Hel­fer vor Ort zie­hen po­si­ti­ve Bi­lanz / Grup­pe wur­de 300 Mal alar­miert

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Il­lin­gen (PK). Eh­ren­amt­li­che Hel­fer vom Deut­schen Ro­ten Kreuz in Il­lin­gen gin­gen mit ei­ner Grup­pe von spe­zi­ell qua­li­fi­zier­ten Hel­fern an den Start, um die Not­fall­ver­sor­gung in Il­lin­gen und Schüt­zin­gen zu ver­bes­sern. Die „Hel­fer vor Ort“(HvO) be­ka­men gleich am ers­ten Tag der Be­reit­stel­lung den ers­ten Ein­satz von der Ret­tungs­leit­stel­le.

Der Ein­satz­ab­lauf ist meist wie folgt: Die In­te­grier­te Leit­stel­le alar­miert ei­nen Ret­tungs­wa­gen oder ei­nen Not­arzt mit Blau­licht nach Il­lin­gen oder Schüt­zin­gen. Gleich­zei­tig er­hal­ten die eh­ren­amt­li­chen „Hel­fer vor Ort“ei­ne Alar­mie­rung per SMS und Funk­mel­der. Ähn­lich wie die Feu­er­wehr­leu­te bei frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren las­sen sie dann al­les ste­hen und lie­gen, neh­men den Topf vom Herd, las­sen ih­re Ar­beit ru­hen oder sprin­gen auch nachts aus den Bet­ten und ei­len von zu Hau­se mit ih­ren pri­va­ten Fahr­zeu­gen zum Not­fall­pa­ti­en­ten. Für die bes­te me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung, bis der Ret­tungs­dienst ein­trifft, ist durch die ho­he Qua­li­fi­ka­ti­on und die stän­di­ge Fort­bil­dung der Hel­fer und durch ei­ne um­fang­rei­che Not­fall­aus­rüs­tung ge­sorgt. Bis heu­te wur­de die HvO-Grup­pe be­reits knapp 300 Mal alar­miert. Bei der über­wie­gen­den Mehr­heit der Ein­sät­ze konn­ten min­des­tens ein oder zwei Hel­fer vor Ort sein, teil­wei­se deut­lich vor dem Ein­tref­fen des Ret­tungs­wa­gens. Nach den Er­fah­run­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res kann das Team ei­ne po­si­ti­ve Bi­lanz zie­hen. „Die Grup­pe wird von der Leit­stel­le

Orts­ver­ein wünscht sich neu­es Fahr­zeug

ger­ne alar­miert und wird als zu­ver­läs­si­ger Part­ner des Ret­tungs­diens­tes wahr­ge­nom­men. Auch die Pa­ti­en­ten wun­dern sich häu­fig über das schnel­le Ein­tref­fen von uns. Wir sind meist nach drei bis vier Mi­nu­ten bei den Pa­ti­en­ten vor Ort“, be­rich­tet Bir­git Ahn­dorf, Ret­tungs­sa­ni­tä­te­rin und frei­wil­li­ge Hel­fe­rin in der HvO-Grup­pe. Aber es gibt auch Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al: Im­mer wie­der pas­siert es, dass an­de­re Ver­kehrs­teil­neh­mer die HvO-Dach­schil­der auf den pri­va­ten Au­tos nicht er­ken­nen oder nicht ei­nem Not­fal­l­ein­satz zu­ord­nen kön­nen. In Il­lin­gen ist ein Über­ho­len oh­ne Hil­fe der an­de­ren Au­to­fah­rer meist nicht mög­lich. Wäh­rend der An­fahrt mit pri­va­ten Fahr­zeu­gen sind wir na­tür­lich voll­stän­dig an die Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung ge­bun­den. „Es kam auch schon vor, dass wir zu ei­nem Not­fal­l­ein­satz ge­ru­fen wur­den und am Il­lin­ger Eck an der ro­ten Am­pel län­ger war­ten muss­ten bis es grün wur­de“, so Bir­git Ahn­dorf. An die­ser Stel­le wol­len die Rot­kreuz­ler an­set­zen und die An­fahrts­zei­ten ver­kür­zen und gleich­zei­tig die Ver­kehrs­si­cher­heit er­hö­hen, in­dem sie ein neu­es kom­pak­tes Fahr­zeug mit Blau­licht und Mar­tins­horn für den DRK Orts­ver­ein be­schafft möch­ten. Die HvOG­rup­pe wird nicht durch die Kran­ken­ver­si­che­run­gen, den Land­kreis oder die Ge­mein­den fi­nan­ziert.

Die Kos­ten für Aus- und Fort­bil­dung und al­les Ma­te­ri­al trägt der Orts­ver­ein Il­lin­gen selbst. Dies ge­schieht zu gro­ßen Tei­len aus Spen­den der ver­gan­ge­nen Jah­re.

ALS ZU­VER­LÄS­SI­GER PART­NER des Ret­tungs­diens­tes gel­ten die Hel­fer vor Ort in Il­lin­gen. Sie sind meist Mi­nu­ten nach dem Alarm vor Ort. Fo­to: PK

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