„An­for­de­run­gen stei­gen“

Trotz An­schlag kein Ruck­sack­ver­bot bei „Das Fest“

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Chris­ti­an Schä­fer

Nach dem Ter­ror­an­schlag von Ber­lin folgt die Au­f­ar­bei­tung – so­wohl bei Er­mitt­lungs­be­hör­den als auch bei Or­ga­ni­sa­to­ren gro­ßer Fes­ti­vals. Hin­ter den Ku­lis­sen der Karlsruhe Event Gm­bH be­ra­ten die Ma­cher von „Das Fest“, wel­che Kon­se­quen­zen aus dem Lkw-An­griff ei­nes mut­maß­li­chen Dschi­ha­dis­ten auf ei­nen Ber­li­ner Weih­nachts­markt zu zie­hen sind. „Für De­tails ist es noch zu früh“, be­tont Mar­kus Wiersch, Be­reichs­lei­ter Si­cher­heit und In­fra­struk­tur. En­de Ja­nu­ar sol­len die fer­ti­gen Plä­ne vor­lie­gen. „Bei der Aus­ar­bei­tung ei­nes neu­en Si­cher­heits­kon­zep­tes ar­bei­ten eng mit Feu­er­wehr, Po­li­zei und Ord­nungs­amt zu­sam­men“, so Wiersch.

Be­reits si­cher ist, dass es kein Ruck­sack­ver­bot bei „Das Fest“ge­ben wird. Mar­kus Wiersch de­men­tiert ent­spre­chen­de Me­dien­be­rich­te, dass die Ver­an­stal­ter des Fes­ti­vals über ein ge­ne­rel­les Ver­bot von Ta­schen in der Gün­therK­lotz-An­la­ge nach­den­ken. Der Si­cher­heits­be­auf­trag­te will ver­mei­den, dass „Das Fest“zu ei­ner Fe­s­tung wird. Der ei­gent­li­che Fes­ti­val­cha­rak­ter ge­he sonst im­mer mehr ver­lo­ren. Sei­ne Phi­lo­so­phie: bei der Si­cher­heits­pla­nung mit Au­gen­maß vor­zu­ge­hen und nicht mit wei­te­ren, gro­ßen Vor­keh­run­gen die Be­su­cher zu ver­un­si­chern. „Die gro­ße Kunst wird sein, Kon­zep­te so um­zu­set­zen, oh­ne dass der Fest-Be­su­cher et­was da­von mit­be­kommt.“

Den­noch räumt Wiersch ein, dass die Si­cher­heits­an­for­de­run­gen jähr­lich stei­gen. We­gen Vor­komm­nis­sen bei Groß­ver­an­stal­tun­gen sei es ein stän­di­ger Lern­pro­zess, das Si­cher­heits­kon­zept an­zu­pas­sen. Die Eva­ku­ie­rungs­plä­ne wür­den stets neu über­ar­bei­tet. Zu­dem stei­gen die Kos­ten mit den zu­neh­men­den An­for­de­run­gen. „Trotz all­dem beu­gen wir uns den Ter­ro­ris­ten nicht. Denn sie wol­len uns die­se Leich­tig­keit des Fei­erns neh­men“, un­ter­streicht Wiersch.

Seit 2010 ist das Ge­län­de um die Haupt­büh­ne ein­ge­zäunt und nur über Schleu­sen zu­gäng­lich. Ei­ne Kon­se­quenz aus dem Pe­ter-Fox-Kon­zert im Jahr 2009. Sei­ner­zeit war der Hü­gel wäh­rend des Auf­tritts völ­lig über­füllt.

An den Ein­gän­gen scan­nen Mit­ar­bei­ter ei­nes pri­va­ten Si­cher­heits­diens­tes die Ti­ckets der Per­so­nen und kon­trol­lie­ren Ta­schen. Im Hü­gel­be­reich selbst dür­fen sich pro Kon­zert bis zu 50 000 Men­schen auf­hal­ten“, er­klärt Wiersch.

Wäh­rend des Fest-Wo­che­n­en­des fei­ern jähr­lich bis zu 230 000 Per­so­nen in der Gün­ther-Klotz-An­la­ge. Kar­ten für die Neu­auf­la­ge vom 21. bis 23. Ju­li 2017 sind be­reits ver­grif­fen (die BNN be­rich­te­ten).

bnn.de/ak­tio­nen/fest­netz/das-fest­not­fall­kar­ten

DAS KLASSIKFRÜHSTÜCK ist ei­ne Tra­di­ti­ons­ver­an­stal­tung in­ner­halb von „Das Fest“. Hier­zu brin­gen Teil­neh­mer Es­sen und Ge­trän­ke in Ta­schen mit. Archivfoto: Ho­ra

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