Ers­ter Ge­gen­kan­di­dat er­klärt sich

Di­mi­trij Wal­ter will Gert Ha­ger bei der Wahl zum Ober­bür­ger­meis­ter im Mai her­aus­for­dern

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Ro­land Wei­sen­bur­ger Di­mi­trij Wal­ter Gert Ha­ger

Erst woll­te er Pforz­heims Ers­ter Bür­ger­meis­ter wer­den, dann Ober­bür­ger­meis­ter in Sch­wet­zin­gen, jetzt hat Di­mi­trij Wal­ter (Fo­to: PK) sei­ne Kan­di­da­tur für den Chef­ses­sel im Neu­en Rat­haus ge­star­tet. An­ge­kün­digt hat­te er die­sen Schritt schon lan­ge, jetzt sind die ers­ten Wahl­pla­ka­te ge­druckt und die In­ter­net­sei­te steht.

Da­mit herrscht kein Zwei­fel mehr: Bei der Ober­bür­ger­meis­ter­wahl am 7. Mai wird Amts­in­ha­ber Gert Ha­ger (Fo­to: Wa­cker) min­des­tens ei­nen Her­aus­for­de­rer ha­ben. Wal­ter ist ge­lern­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­elek­tro­ni­ker, wur­de 1982 in Mos­kau ge­bo­ren, ist ge­schie­den und ist Va­ter ei­ner Toch­ter. Sein po­li­ti­sches Ziel ist es nach ei­ge­nen An­ga­ben „Pforz­heim lang­sam aber si­cher aus dem Schul­den­de­sas­ter zu er­lö­sen“.

In sei­nem vor­läu­fi­gen Wahl­pro­gramm heißt es wei­ter: „Wo so vie­le Men­schen flei­ßig und zu­ver­läs­sig ih­re Ar­beit ver­rich­ten, ha­ben sie al­le ei­nen An­spruch auf ga­ran­tier­ten Ki­taPlatz, Si­cher­heit, ei­ne ge­setz­li­che Ren­te und na­tür­lich ein we­nig Ver­ständ­nis von Sei­ten der Be­hör­den.“

Dass Wal­ter der ein­zi­ge Her­aus­for­de­rer Ha­gers blei­ben wird, ist un­wahr­schein­lich. Spä­tes­tens als auf An­trag der CDU be­schlos­sen wur­de, die öf­fent­li­che Aus­schrei­bung der Stel­le oh­ne den sonst ei­gent­lich üb­li­chen Zu­satz „der Amts­in­ha­ber be­wirbt sich wie­der“zu ver­öf­fent­li­chen, ist klar: hier hof­fen ei­ni­ge auf ei­nen wei­te­ren Kan­di­da­ten.

Der Hin­weis auf ei­nen wie­der an­tre­ten­den Amts­in­ha­ber wirkt er­fah­rungs­ge­mäß eher ent­mu­ti­gend auf mög­li­che Aspi­ran­ten. Pforz­heims CDU ist dem Ver­neh­men nach be­reits eif­rig da­bei, Kan­di­da­ten zu sich­ten. Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger hat nie ei­nen Hehl dar­aus ge­macht, dass für ihn nach den ers­ten acht Jah­ren nicht Schluss sein soll. Er hat­te be­reits zur Mit­te sei­ner Amts­zeit an­ge­kün­digt, dass er auch über 2017 hin­aus Stadt­ober­haupt blei­ben und sich ein wei­te­res Mal zur Wahl stel­len wol­le. Dies hat er erst kürz­lich noch ein­mal be­kräf­tigt. Die Wahl­aus­schrei­bung wird am 17. Ja­nu­ar mit ih­rer Ver­öf­fent­li­chung im Staats­an­zei­ger ganz of­fi­zi­ell. Be­wer­bungs­schluss ist der 10. April.

Wer sich bis da­hin nicht er­klärt hat, muss vor­aus­sicht­lich noch­mal acht Jah­re auf die Chan­ce war­ten, Pforz­heims Ober­bür­ger­meis­ter zu wer­den. Al­le Kan­di­da­ten die ih­re Un­ter­la­gen voll­stän­dig und frist­ge­recht ein­rei­chen, dür­fen sich dann ge­mein­sam am 27. April im Con­gres­sCen­trum der Bür­ger­schaft prä­sen­tie­ren. Auch für die ein­zel­nen Stadt­tei­le sind ge­mein­sa­me Auf­trit­te der Kan­di­da­ten ge­plant. Ge­wählt wird am 7. Mai.

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