Heim­spiel für Trom­pe­ter Trös­ter

Eger­län­der Mu­si­kan­ten wer­den ge­fei­ert

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Un­ter dem Mot­to „90-60-30-15“fei­er­ten die Eger­län­der Mu­si­kan­ten un­ter der Lei­tung von Ernst Hut­ter am Mitt­woch­abend mit ih­ren Fans ein gro­ßes Ge­burts­tags­kon­zert im Con­gres­sCen­trum Pforz­heim. Ne­ben den 31 Mu­si­kern an Kla­ri­net­ten, Trom­pe­ten, Tu­bas, Po­sau­nen, Hör­nern und dem Schlag­zeug, sorg­ten Kat­ha­ri­na Pra­her und Nick Lo­ris für den Ge­sang. Edi Graf führ­te als Mo­de­ra­tor durch das Pro­gramm.

Seit mitt­ler­wei­le 60 Jah­ren ste­hen die Eger­län­der nun auf der Büh­ne und er­freu­en jun­ge und al­te Zu­hö­rer mit ih­rer Blas­mu­sik. 1956 von Ernst Mosch ge­grün­det, ent­wi­ckel­ten sie sich zu ei­nem der er­folg­reichs­ten, wenn nicht so­gar dem er­folg­reichs­ten Blas­or­ches­ter der Welt. Ernst Mosch wä­re im ver­gan­ge­nen Jahr 90 Jah­re alt ge­wor­den, was die zwei­te gro­ße Zahl im Mot­to er­klärt. Die 30 und die 15 be­tref­fen Ernst Hut­ter, der vor 30 Jah­ren zu den Eger­län­dern kam und die­se seit 15 Jah­ren lei­tet.

Trom­pe­ter Franz Trös­ter ist seit 1988 mit da­bei. Er er­leb­te an die­sem Abend in Pforz­heim ein Heim­spiel. Denn im nor­ma­len Le­ben ist er Mu­sik­leh­rer an der hie­si­gen Ju­gend­mu­sik­schu­le.

Die rund 1 000 Fans der Ka­pel­le im gro­ßen Saal be­ka­men in über zwei St­un­den Pro­gramm so­wohl Klas­si­ker aus der Fe­der Ernst Moschs wie „Böh­mi­scher Wind“oder „Kes­sel­fli­cker“ge­bo­ten als auch an­de­re Hits aus 60 Jah­ren Band­ge­schich­te. Bei so be­lieb­ten Ti­teln wie „Hörst du das Rau­schen der Wäl­der“oder der „Wastl-Pol­ka“wipp­ten und klatsch­ten die Zu­schau­er be­geis­tert mit und in manch ei­nem Ge­sicht konn­te man ein Leuch­ten er­ken­nen.

Ei­nem Zu­schau­er ging die Mu­sik so ins Blut, dass er hef­tig mit di­ri­gier­te, in der Luft und auf sei­nen Ober­schen­keln Schlag­zeug spiel­te und im­mer mal wie­der mit­ten in ei­nem Lied Sze­nen­ap­plaus gab. Dies sorg­te für zu­sätz­li­che Er­hei­te­rung und gu­te Lau­ne im Pu­bli­kum.

Bei Lie­dern wie „Mein schö­nes Eger­land“von Hel­mut Kass­ner oder dem „Graf Mer­cy Marsch“des Sän­gers Nick Lo­ris konn­te man hö­ren, dass auch die ak­tu­el­len Band­mit­glie­der in der La­ge sind, Stü­cke zu kom­po­nie­ren. Beim „Eger­län­der Trom­pe­ten­t­raum“zeig­ten Chris­toph Mosch­ber­ger und Ste­phan Hut­ter ihr gan­zes Kön­nen an ih­ren Blas­in­stru­men­ten und ver­an­lass­ten das Pu­bli­kum

Ein Zu­schau­er di­ri­giert be­geis­tert mit

mit ih­ren Trom­pe­ten­so­li zu fre­ne­ti­schem Ap­plaus.

Dass bei der volks­tüm­li­chen Mu­sik die Uh­ren ein klein we­nig an­ders ge­hen, konn­te man un­ter an­de­rem dar­an se­hen, dass es dem Pu­bli­kum aus­drück­lich er­laubt war, wäh­rend des ge­sam­ten Kon­zer­tes Fo­tos zu ma­chen. Auch der Um­stand, dass die Zu­schau­er hier­bei wie selbst­ver­ständ­lich auf Blitz­ge­rä­te ver­zich­te­ten, um die an­de­ren Fans nicht zu stö­ren, zeigt zu­min­dest in Pforz­heim ei­ne so­zia­le Kom­po­nen­te der Volks­mu­sik sehr deut­lich. Am En­de des Kon­zerts stan­den al­le im Saal und be­dank­te sich mit to­sen­dem Bei­fall bei den Eger­län­der Mu­si­kan­ten für ein sehr har­mo­ni­sches und klang­vol­les Kon­zert. Ron Tee­ger

ERNST MOSCH war auch im Pforz­hei­mer CCP mit da­bei, als die Eger­län­der Mu­si­kan­ten für gu­te Lau­ne sorg­ten. Der Grün­der der Ka­pel­le kam per Fo­to-Pro­jek­ti­on mit auf die Büh­ne. Fo­to: Eh­mann

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