Schnel­ler Ent­schluss

Uwe und Ant­je Sar­ne­cki fei­ern gol­de­ne Hoch­zeit

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS / WETTER -

Kö­nigs­bach-St­ein (ufa). Man soll die Fes­te fei­ern, wie sie fal­len: Das dach­ten wohl auch Uwe Sar­ne­cki und Ant­je Au­gen­stein, als sie sich am 30. De­zem­ber 1966 auf dem Stan­des­amt und tags dar­auf in der St­ei­ner Ste­pha­nus­kir­che das Ja-Wort ga­ben. Da­bei hat­ten sich die Bei­den – ob­wohl sie da­mals schon ei­ni­ge Zeit in der glei­chen Fir­ma ar­bei­te­ten – erst we­ni­ge Wo­chen zu­vor beim Kir­we­tanz in St­ein ken­nen ge­lernt. „Er muss­te am 2. Ja­nu­ar zum Bund, da­her der schnel­le Ent­schluss“, lacht Ant­je Sar­ne­cki. Ei­gent­lich sei das nicht so ge­plant ge­we­sen, er­gänzt Ehe­mann Uwe, „aber das war der nächst­mög­li­che Ter­min“. Da­von muss­te aber zu­vor noch der Pfar­rer über­zeugt wer­den.

Die Ju­bi­la­rin ist 1947 in Pforz­heim ge­bo­ren und in St­ein als zweit­äl­tes­tes von fünf Kin­dern auf­ge­wach­sen. Nach der Volks­schu­le fand sie ei­ne Stel­le als Aus­haue­rin bei der Fir­ma Gus­tav Rau in Pforz­heim und be­such­te be­rufs­be­glei­tend drei Jah­re lang die Haus­halt­schu­le. Ei­gent­lich wä­re die jun­ge Ant­je lie­ber Mo­de­zeich­ne­rin ge­wor­den – „ich hat­te ein Fai­b­le fürs Zeich­nen“, das ha­be sich da­mals aber nicht er­ge­ben. Als 1969 das ers­te von zwei Kin­dern die Fa­mi­lie ver­grö­ßer­te, leg­te die jun­ge Mut­ter ei­ne acht­jäh­ri­ge Fa­mi­li­en­pau­se ein. An­schlie­ßend fand sie Ar­beit in St­ein und pfleg­te dann acht Jah­re lang ih­re kran­ke Schwä­ge­rin, ehe sie mit 60 Jah­ren „in Ren­te“ging. Lang­wei­lig wur­de es der Ju­bi­la­rin dann al­ler­dings auch nicht, schließ­lich über­nahm sie die er­freu­li­che Auf­ga­be, sich um die nach und nach ein­tref­fen­den vier En­kel­kin­der zu küm­mern. Uwe Sar­ne­cki wur­de 1944 in Dar­gun/Meck­len­burg ge­bo­ren und kam 1952 mit sei­nen El­tern – die Mut­ter war Pforz­hei­me­rin – so­wie ei­nem jün­ge­ren und ei­nem äl­te­ren Bru­der nach Bret­ten. Spä­ter zo­gen sie nach Kö­nigs­bach um.

Nach der Volks­schu­le in Bret­ten ab­sol­vier­te der jun­ge Uwe ei­ne Leh­re zum Ma­schi­nen­bau­er. Sei­ne Wehr­pflicht leis­te­te er bei der Luft­waf­fe in Leip­heim ab, fand an­schlie­ßend wie­der bei der Fir­ma Rau in Pforz­heim Ar­beit und spä­ter bei ver­schie­de­nen an­de­ren Fir­men bis zum Ein­tritt ins Ren­ten­al­ter mit 65 Jah­ren. 1969 über­nah­men die jun­gen Sar­ne­ckis das el­ter­li­che Haus in St­ein, das seit­her im­mer wie­der mit Um- und Aus­bau­ten für reich­lich hand­werk­li­che Be­schäf­ti­gung sorg­te. „Die Ar­beit geht nie aus“, lacht der Ju­bi­lar. Zeit nah­men sich die Sar­ne­ckis für Ur­laubs­rei­sen und Wan­de­run­gen mit an­de­ren Rent­nern. Sie en­ga­gier­ten sich in Ver­ei­nen und hel­fen im­mer noch, wenn an­ge­fragt wird. Sei­ne Lie­be zum Ke­geln konn­te Uwe Sar­ne­cki – er war ei­ne Zeit lang Vor­sit­zen­der des Keg­ler­ver­eins in Kö­nigs­bach – an Sohn und En­kel wei­ter­ge­ben. Ih­re Gol­de­ne Hoch­zeit fei­ern die Sar­ne­ckis mor­gen mit ei­nem Got­tes­dienst in der Ste­pha­nus­kir­che in St­ein, wo sie vor 50 Jah­ren ge­traut wur­den.

SEIT 50 JAH­REN VER­HEI­RA­TET sind Ant­je und Uwe Sar­ne­cki. Ge­fei­ert wird aber an Sil­ves­ter. Fo­to: Faul­ha­ber

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