„Frau Hol­le aus Re­ser­ve lo­cken“

Do­bler Lift zwi­schen Was­ser­turm und Kur­haus ist für den Be­trieb ge­rüs­tet

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS / WETTER - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Bir­git Graeff-Rau

Do­bel. „Wir müs­sen nur noch Frau Hol­le aus der Re­ser­ve lo­cken, dann kann es los­ge­hen,“sagt Mar­kus Trei­ber, Vor­sit­zen­der der Do­bler Sport­freun­de. Be­reits in der ver­gan­gen Win­ter­sai­son hat­ten die Ak­ti­ven des Ver­eins den Be­trieb des klei­nen Ski­lifts zwi­schen Was­ser­turm und Kur­haus über­nom­men. „Das füh­ren wir fort, da­mit bei aus­rei­chen­der Schnee­la­ge ein biss­chen was ge­bo­ten wird“, so Trei­ber.

Vor al­lem bei Fa­mi­li­en mit Klein­kin­dern, die erst­mals auf den Bret­tern ste­hen, ist der klei­ne Ski­hang sehr be­liebt. Ge­mein­sam mit Mit­ar­bei­tern des Bau­hofs ha­ben sie den Lift ein­satz­be­reit ge­macht, jetzt muss es halt noch schnei­en. „Für die Weih­nachts­fe­ri­en ist ja laut Vor­her­sa­ge kaum mit Schnee zu rech­nen, wir set­zen da­her auf die Fa­schings­zeit“, so Trei­ber. Wenn mög­lich, wol­len sie dann er­neut ei­nen Ski­kurs für Ein­stei­ger an­bie­ten. Aber auch au­ßer­halb der Fe­ri­en wol­len die Sport­freun­de den Lift zu­min­dest an Wo­che­n­en­den in Be­trieb neh­men, so die Schnee­la­ge aus­reicht. Der gro­ße Lift an der Wild­ba­der Stra­ße da­ge­gen bleibt auch in die­ser Sai­son ste­hen. „Ich ha­be mich quer durch die Re­pu­blik te­le­fo­niert, bis­lang aber kei­ne Fir­ma ge­fun­den, die den Lift re­pa­riert“, sagt Bür­ger­meis­ter Chris­toph Schaack. Es ha­be sich an dem Lift im Lau­fe der Jah­re ein bun­tes Ge­misch an Her­stel­lern an­ge­sam­melt. „Der ei­ne ist für die Rol­len zu­stän­dig, der nächs­te für das Ge­hän­ge, aber kei­ner über­nimmt dann die Ga­ran­tie für das Ge­sam­te“, so Schaack. Im kom­mu­na­len Haus­halt sei­en 8 000 Eu­ro für die Re­pa­ra­tur ein­ge­stellt, aber das rei­che bei wei­tem nicht aus, wie sich aus den Ge­sprä­chen er­ge­ben ha­be.

Zu­dem feh­le nach wie vor ein Be­trei­ber für den Lift. „Da beißt sich dann die Kat­ze in den Schwanz, wenn der Lift nicht be­triebs­be­reit ist, fin­den wir nie­man­den“, so Bür­ger­meis­ter Schaack. Er selbst ha­be Zwei­fel, ob sich der Lift wirt­schaft­lich füh­ren las­se, viel­mehr müs­se man je­man­den fin­den, der dies aus Pas­si­on oder als Hob­by über­neh­me. Die­ser Win­ter, so er denn kommt, sei auf je­den Fall ge­lau­fen, der Lift müs­se ste­hen blei­ben. „Wir wer­den uns im Ge­mein­de­rat noch­mals in­ten­siv be­ra­ten, ob wir rich­tig Geld - Mi­ni­mum 20 000 Eu­ro - in die Hand neh­men und den Lift re­pa­rie­ren las­sen“, so Schaack. Vor­aus­set­zung da­für sei aber, dass man zu­ver­läs­sig ei­nen Be­trei­ber für die nächs­te Sai­son ha­be. Falls nicht, wer­de man sich wohl von dem Lift ver­ab­schie­den müs­sen.

„Man muss sich ja auch im Kla­ren dar­über sein, dass Do­bel kein aus­ge­spro­che­ner Win­ter­sport­ort für sprit­zi­ge Ab­fahr­ten ist“, so der Schul­tes. In Sa­chen Ski­lang­lauf ha­be man dank des En­ga­ge­ments von Frei­wil­li­gen, die um­ge­hend die Loi­pen bei aus­rei­chen­der Schnee­la­ge spu­ren, ei­ni­ges zu bie­ten.

Fir­ma zur Re­pa­ra­tur des gro­ßen Lifts ge­sucht

NOCH STEHT DER KLEI­NE SKILIFT hin­ter dem Do­bler Kur­haus still, soll­te es ge­nü­gend schnei­en, wer­den die Do­bler Sport­freun­de ihn in Be­trieb neh­men. Fo­to: Graeff-Rau

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