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Pforzheimer Kurier - - 70 JAH -

„Nichts ist äl­ter als die Zei­tung von ges­tern, heißt es. Mag sein, aber nichts ist wich­ti­ger als die Zei­tung von mor­gen, möch­te ich er­wi­dern. In Zei­ten schwin­den­der me­dia­ler Viel­falt, zu­neh­men­der Auf­ge­regt­hei­ten, Ober­fläch­lich­keit so­wie ei­ner re­gel­rech­ten Skan­dal- und Em­pö­rungs­kul­tur in der di­gi­ta­li­sier­ten Me­di­en­welt, sind Zei­tun­gen an­no 2016 zu be­droh­ten und des­halb schüt­zen­wer­ten In­seln ge­wor­den.

„Nichts ist wich­ti­ger als die Zei­tung von mor­gen“

Die Zei­tun­gen ste­hen im Kon­trast zu den als „so­zi­al“be­zeich­ne­ten di­gi­ta­len Me­di­en. Um zu be­ste­hen, müs­sen sie Nach­rich­ten, Re­por­ta­gen und bun­te Ge­schich­ten lie­fern, die sau­ber re­cher­chiert und glaub- so­wie ver­trau­ens­wür­dig wie­der­ge­ge­ben wer­den.

Ge­ra­de star­ke Re­gio­nal­zei­tun­gen wie die Ba­di­schen Neu­es­ten Nach­rich­ten ha­ben da­bei ei­ne gro­ße Ver­ant­wor­tung. Sie ord­nen nicht nur ein, in­for­mie­ren und kom­men­tie­ren, sie ge­ben der Le­ser­schaft ei­ne Stim­me. Sie ge­nie­ßen tie­fes Ver­trau­en, das sie nicht aufs Spiel set­zen dür­fen, es ist ihr Ka­pi­tal. In­so­fern möch­te ich die Ma­cher der Zei­tung er­mu­ti­gen, ih­rer Ar­beit wei­ter­hin vol­ler Lei­den­schaft nach­zu­ge­hen, in al­ler Ernst­haf­tig­keit.

Ich möch­te sie er­mu­ti­gen, in gu­ten, se­riö­sen Jour­na­lis­mus zu in­ves­tie­ren und nicht lo­cker zu las­sen im Kampf, die Mei­nungs­viel­falt zu er­hal­ten. Ge­ra­de weil dies un­se­re De­mo­kra­tie und un­se­re freie Ge­sell­schaft aus­zeich­net.“

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