Au­to­bah­nen für Rad­ler

Land plant bis zum Jahr 2025 zehn Rad­schnell­we­ge

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

Stutt­gart (dpa/lsw). Das Land plant bis 2025 zehn Rad­schnell­we­ge, da­mit mehr Men­schen vom Au­to aufs Rad um­stei­gen. Für die ers­ten Maß­nah­men ste­hen im Ent­wurf für den Lan­des­etat 2017 rund drei Mil­lio­nen Eu­ro be­reit. „Schnel­le Rad­ver­bin­dun­gen wür­den vor al­lem Be­rufs­pend­lern den Um­stieg vom Au­to auf das Fahr­rad er­leich­tern“, sag­te der grü­ne Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Her­mi­no Kat­zen­stein. Mit dem ein­ge­plan­ten Geld ge­be das Land pas­send zum Ju­bi­lä­ums­jahr „200 Jah­re Fahr­rad“den Kom­mu­nen und Krei­sen ein wich­ti­ges Si­gnal.

Die „Au­to­bah­nen“für Rad­ler sind nicht bil­lig: Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um schreibt in ei­ner par­la­men­ta­ri­schen Ant­wort von Kos­ten in Hö­he von 500 000 bis ei­ne Mil­li­on Eu­ro für ei­nen Ki­lo­me­ter. Zum Ver­gleich: Die Kos­ten für ei­nen Ki­lo­me­ter Au­to­bahn lie­gen bei et­wa zehn Mil­lio­nen Eu­ro. Fi­nan­ziert wer­den sol­len die Stre­cken über Geld vom Land und vom Bund. Zu­dem ist ein fi­nan­zi­el­ler Bei­trag der be­trof­fe­nen Kom­mu­nen vor­ge­se­hen – es sei denn, die We­ge ver­lau­fen auf Lan­des­ge­biet, et­wa an Land­stra­ßen ent­lang. Rad­schnell­ver­bin­dun­gen sol­len mög­lichst ge­ra­de und auf As­phalt ver­lau­fen so­wie kei­ne gro­ßen Stei­gun­gen ha­ben, da­mit die Rad­ler mög­lichst schnell vor­an­kom­men.

Am wei­tes­ten ist man nach An­ga­ben ei­nes Spre­chers von Ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann (Grü­ne) in Frei­burg, wo ers­te Vor­ran­g­rou­ten für den Rad­ver­kehr rea­li­siert wer­den. Die Me­tro­pol­re­gi­on Rhein-Neckar prüft ge­ra­de per Stu­die, ob ein Rad­schnell­weg Hei­del­berg-Mann­heim-Lud­wigs­ha­fen mög­lich ist. Ei­nen Rad­schnell­weg gibt es zum Bei­spiel be­reits im nie­der­säch­si­schen Göt­tin­gen, wo er den Bahn­hof mit der Uni­ver­si­tät ver­bin­det und täg­lich von Tau­sen­den Rad­fah­rern ge­nutzt wird. Die ba­den-würt­tem­ber­gi­sche Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um un­ter­su­che ge­ra­de die Po­ten­zia­le sol­cher Ver­bin­dun­gen samt Kos­ten­schät­zung, heißt es.

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