Ein Ei als Welter­folg

Über­ra­schungs­ei-Er­fin­der Wil­li­am Sa­li­ce ge­stor­ben

Pforzheimer Kurier - - BLICK IN DIE WELT - Wil­li­am Sa­li­ce

Rom (AFP). In den 70er-Jah­ren hat­te Wil­li­am Sa­li­ce ei­ne Idee: Scho­ko­la­denEier mit klei­nen Fi­gu­ren oder Spiel­zeu­gen in ei­ner gel­ben Plas­tik­kap­sel zu fül­len, um die Eier nicht nur zu Os­tern, son­dern das gan­ze Jahr über ver­kau­fen zu kön­nen. Für Fer­re­ro wur­de die Kin­der-Über­ra­schung zum Rie­sen­er­folg: Welt­weit wur­den bis heu­te Mil­li­ar­den Über­ra­schungs­ei­er ver­kauft. Der Er­fin­der ist nun im Al­ter von 83 Jah­ren ge­stor­ben. Wil­li­am Sa­li­ce starb im nord­ita­lie­ni­schen Pa­via, wie sei­ne Stif­tung mit­teil­te. Sa­li­ce kam 1960 zum Süß­wa­ren­her­stel­ler Fer­re­ro und wur­de zu ei­nem der engs­ten Mit­ar­bei­ter von Fir­men­grün­der Mi­che­le Fer­re­ro.

Sa­li­ce, der auch an der Ent­wick­lung von wei­te­ren Pro­duk­ten wie Fer­re­ro Ro­cher oder Po­cket Cof­fee be­tei­ligt war, be­ton­te stets, dass Fer­re­ro der „Er­fin­der“ der Kin­der-Über­ra­schung ge­we­sen sei. Er selbst ha­be die Idee le­dig­lich „aus­ge­führt“.

Das Über­ra­schungs­ei brach­te dem Un­ter­neh­men al­ler­dings auch Ne­ga­tiv­schlag­zei­len ein: Im Ja­nu­ar er­stick­te im süd­fran­zö­si­schen Tou­lou­se ein drei­jäh­ri­ges Mäd­chen an ei­nem Spiel­zeug aus ei­nem Über­ra­schungs­ei. In den USA und Chi­le ist das Über­ra­schungs­ei so­gar ver­bo­ten. In den USA gel­ten strik­te Ge­set­ze zu Sü­ßig­kei­ten, in de­nen Spiel­zeug ver­steckt ist.

EI IM EI: Die Über­ra­schung in der gel­ben Kap­sel ist in den USA ver­bo­ten. Fo­tos: dpa

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