Stadtgespräch

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

der Zorn, der sich da in recht dras­ti­schen Wor­ten ent­lud, ent­lud sich – wer hät­te das ge­dacht – nicht über dem ab­we­sen­den Rül­ke, son­dern über Bri­git­te Rö­mer, die brav ih­rer Auf­ga­be nach­kam und die Frak­ti­on im Aus­schuss ver­trat.

Wer sich die Mü­he macht, die Ak­ti­vi­tä­ten des Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den auf der Ba­sis der täg­li­chen Ge­mein­de­rats­ar­beit zu kri­ti­sie­ren, der kommt dem Phä­no­men nicht na­he. Der ver­kennt, dass es dem Lan­des­po­li­ti­ker Rül­ke wahr­schein­lich we­der um die Kom­mu­nal­po­li­tik noch um Pforz­heim geht. Als ehr­gei­zi­ger Ver­tre­ter ei­ner Par­tei, der die Fünf-Pro­zent-Hür­de per­ma­nent bis zum Hals steht, ist Rül­ke im­mer im Wahl­kampf­mo­dus. Er ruft und schreit und macht Bo­hei, auf dass sei­ne Par­tei und sein Stutt­gar­ter Man­dat nicht un­ter­ge­he. Wenn er da­zu den um ih­re Stadt kämp­fen­den Re­strä­ten aufs Haupt stei­gen muss, ist ihm das ei­ner­lei.

Dass er da­bei aber nicht nur den po­li­ti­schen Geg­nern über Kopf und See­le tram­pelt, son­dern auch den ei­ge­nen Frak­ti­ons­kol­le­gen, soll­te de­nen spä­tes­tens am Don­ners­tag klar ge­wor­den sein. Vi­el­leicht möch­ten sich die Ver­tre­ter von FDP und Frei­en Wäh­lern fürs neue Jahr ja vor­neh­men im Dia­log mit ih­rem Vor­sit­zen­den et­was kla­rer und of­fe­ner zu agie­ren, an­statt sei­ne Un­ver­schämt­hei­ten in­tern zu schlu­cken und nach au­ßen zu un­ter­stüt­zen. Ro­land Wei­sen­bur­ger

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.