„Pforz­heim fehlt es nicht an Geld“

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

eko. Die „FDP/FW-Frak­ti­on wird sich auch künf­tig ih­re Rech­te nicht ver­bie­ten las­sen“. Mit die­ser Über­schrift re­agiert de­ren Vor­sit­zen­der Hans-Ul­rich Rül­ke in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung dar­auf, dass sich Tei­le des Ge­mein­de­rats über ei­ne Son­der­sit­zung des Pla­nungs­aus­schus­ses är­ger­ten, die auf sei­nen An­trag hin zur Be­ra­tung über den künf­ti­gen Gestal­tungs­bei­rat zu­stan­de kam.

Ver­wal­tungs­spit­ze wie auch ei­ni­ge Stadt­rä­te wä­ren gut be­ra­ten, sich mit der Haupt­sat­zung der Stadt Pforz­heim ver­tieft zu be­fas­sen, so be­fin­det Rül­ke wei­ter. Pa­ra­graf drei der Haupt­sat­zung le­ge näm­lich fest, dass die Be­ru­fung der Mit­glie­der des Gestal­tungs­bei­rats und die Ge­schäfts­ord­nung des Gestal­tungs­bei­rats dem Pla­nungs- und Um­welt­aus­schuss ob­lie­ge. Zwar kön­ne der Ge­mein­de­rat auf ei­ne Be­ra­tung im Aus­schuss ver­zich­ten, um selbst zu ent­schei­den; es sei aber das gu­te Recht je­der Frak­ti­on, ei­ne Aus­schuss­be­ra­tung zu wün­schen.

Die Bür­ger­meis­te­rin ha­be über Mo­na­te Zeit ge­habt, die An­ge­le­gen­heit in den Aus­schuss zu brin­gen, ar­gu­men­tiert Rül­ke wei­ter. Das The­ma sei be­reits am 28. Sep­tem­ber auf der Ta­ges­ord­nung des Pla­nungs­aus­schus­ses ge­stan­den, aber von der Ver­wal­tung zu­rück­ge­zo­gen wor­den: „Wenn Frau Schüs­s­ler es über Mo­na­te nicht schafft, et­was im Aus­schuss be­ra­ten zu las­sen, dann kann man uns nicht vor­wer­fen, dass wir auf ei­ne Be­ra­tung im Aus­schuss be­ste­hen.“

Im Üb­ri­gen ha­be sei­ne Frak­ti­on die Öf­fent­lich­keit auf die im­men­sen Kos­ten für die­ses Gre­mi­um hin­wei­sen wol­len. Je­de sei­ner Sit­zun­gen schla­ge mit rund 20 000 Eu­ro zu Bu­che, meint Rül­ke. Ein sol­cher Bei­rat sei „nice to ha­ve“, aber nicht in Zei­ten, wo bei Bil­dung, So­zia­lem, Kul­tur und vor al­lem dem Sport mas­siv ge­kürzt wer­de. Ein­mal mehr wer­de deut­lich, dass es in Pforz­heim gar nicht an Geld feh­le, son­dern es falsch aus­ge­ge­ben wer­de.

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