Weih­nachts­se­gen kommt in Häu­ser

In die­sen Ta­gen sind auch in Pforz­heim wie­der die Stern­sin­ger un­ter­wegs

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

co. In die­sen Ta­gen sind in Deutsch­land wie­der rund 330 000 Stern­sin­ger mit ih­ren et­wa 90 000 Ju­gend­li­chen und Er­wach­se­nen Be­glei­tern un­ter­wegs, die die Weih­nachts­bot­schaft in Lied und Text zu den Men­schen tra­gen. In die Rol­len der Kö­ni­ge und Stern­trä­ger schlüp­fen auch ei­ni­ge Hun­dert Mäd­chen und Bu­ben im De­ka­nat Pforz­heim. Am 4. Ja­nu­ar sind Ab­ord­nun­gen der Ka­tho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de Pforz­heim mit ih­ren zehn Ge­mein­den wie­der zu ei­nem Emp­fang ins Rat­haus ein­ge­la­den. Ei­ni­ge Grup­pen aus Deutsch­land sind auch bei Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel und aus Ba­den-Würt­tem­berg beim Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Win­fried Kret­sch­mann zu Gast. In der Ver­gan­gen­heit schaff­te es ei­ne Pforz­hei­mer Grup­pe zum da­ma­li­gen Bun­des­kanz­ler Ger­hard Schrö­der und da­nach wa­ren im­mer wie­der Pforz­hei­mer Grup­pen zu Gast bei wech­seln­den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten im Länd­le.

Mehr als 46 Mil­lio­nen Eu­ro ka­men bei der Ak­ti­on Drei­kö­nigs­in­gen 2016 zu­sam­men. Über 20 Pro­zent des Er­lö­ses stammt aus Ba­den-Würt­tem­berg. Hier sind die Stern­sin­ger seit vie­len Jah­ren Spit­zen­rei­ter al­ler deut­schen Diö­ze­sen. Im ver­gan­ge­nen Jahr sam­mel­ten die Bo­ten der Nächs­ten­lie­be, wie sie oft be­zeich­net wer­den, al­lein rund 4,4 Mil­lio­nen Eu­ro bei ih­ren Be­su­chen in Häu­sern und Woh­nun­gen in der Erz­diö­ze­se Frei­burg. Im Ka­tho­li­schen De­ka­nat Pforz­heim wa­ren es et­was we­ni­ger als im Vor­jahr aber im­mer­hin noch 97 500 Eu­ro.

Mit dem Leit­wort „ Se­gen brin­gen, Se­gen sein. Ge­mein­sam für Got­tes Schöp­fung in Ke­nia und welt­weit“wei­sen die Stern­sin­ger in die­sem Jahr auf die Si­tua­ti­on von Kin­dern und Ju­gend­li­chen hin, die mit ih­ren Fa­mi­li­en un­ter den Fol­gen des Kli­ma­man­gels lei­den. Ex­tre­me Re­gen­fäl­le und Dür­ren be­dro­hen oder zer­stö­ren die Ern­ten und da­mit die Le­bens­grund­la­ge von Klein­bau­ern in Afri­ka und Asi­en. In Ke­nia et­wa en­ga­giert sich das Kin­der­mis­si­ons­werk da­für, dass die Was­ser­ver­sor­gung ge­si­chert ist und die Land­wirt­schaft auf bo­den­scho­nen­de Pflan­zen um­ge­stellt wird. Zu­dem sind Bil­dungs­in­itia­ti­ven in Schu­len und Kin­der­gär­ten ge­plant, um dem Kli­ma­wan­del ent­ge­gen­zu­wir­ken. Mit der Ak­ti­on im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den 1 550 Kin­der­hilfs­pro­jek­te in 108 Län­dern fi­nan­ziert.

Bunt ist auch das An­ge­bot an Lie­dern für die Haus­be­su­che und den Gang durch die Stra­ßen. Was be­deu­tet es für die Stern­sin­ger in die­se Rol­le zu schlüp­fen? „ Weil ich Kin­dern in ar­men Län­dern hel­fen will“, ist da zu hö­ren oder „Weil wir mit dem Geld Kin­dern ei­ne Freu­de ma­chen kön­nen und auch ge­ra­de die äl­te­ren Men­schen sich freu­en, wenn wir kom­men“.

Nach dem Be­such schrei­ben die Stern­sin­ger den Se­gen über die Tür 20*C+M+B+17. Die Buch­sta­ben ha­ben nichts mit den Na­men der drei Wei­sen oder Kö­ni­ge Cas­par, Mel­chi­or und Baltha­sar zu tun, die das Kind im Stall als ers­te auf­such­ten, son­dern sind die Ab­kür­zung für Chris­tus Man­sio­nem Be­ne­di­cat - Chris­tus seg­ne die­ses Haus. Wer ei­nen Be­such der Stern­sin­ger will, kann Be­suchs­zet­tel aus­fül­len, die in den ka­tho­li­schen Kir­chen auf­lie­gen oder sich an die Pfarr­äm­ter wen­den. Am 6. Ja­nu­ar stel­len die Stern­sin­ger in den Got­tes­diens­ten ihr Pro­gramm vor, ehe sie den Weih­nachts­se­gen in die Häu­ser tra­gen.

Spen­den für die Was­ser­ver­sor­gung in Ke­nia

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