ICK-Be­mü­hen oh­ne Er­folg

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

Zum Ar­ti­kel „Kein Platz für Pa­nik und Hass“vom Sams­tag, 24. De­zem­ber: Der Herr Ge­ne­ral­se­kre­tär der DITIBMo­schee in Pforz­heim hat Weih­nachts­grü­ße ent­rich­tet, in de­nen er Men­schen­wür­de, Frie­den, To­le­ranz und Ein­heit er­wähnt. Man er­in­nert sich in Pforz­heim, dass jah­re­lang auf Initia­ti­ve der Christ­lich-Is­la­mi­schen Ge­sell­schaft (ICK) de­ren Vor­sit­zen­de Hos­sein Fa­ti­mi vor Weih­nach­ten Grü­ße an die Chris­ten ver­fasst hat, den Text von al­len Mo­sche­en Pforz­heims le­gi­ti­mie­ren ließ und ver­öf­fent­lich­te. Die­se Ein­heit un­ter den Mus­li­men scheint es nicht mehr zu ge­ben.

Man er­in­nert sich an ein SWR-Film­team, das zum Ju­bi­lä­um in der Fa­ti­hMo­schee fil­men woll­te, aber den Ein­tritt ver­wehrt be­kam. Als von ei­ner öf­fent­li­chen Stra­ße aus ge­filmt wur­de, tauch­te der heu­ti­ge Ge­ne­ral­se­kre­tär mit ei­ner Grup­pe jun­ger Män­ner auf, be­droh­te das Film­team und ins­be­son­de­re Hos­sein Fa­ti­mi. Von Men­schen­wür­de, Frie­den und To­le­ranz war nichts zu spü­ren.

Es sei er­in­nert an die jah­re­lan­gen er­folg­lo­sen Be­mü­hun­gen der Christ­li­chIs­la­mi­schen Ge­sell­schaft, ei­nen Ver­tre­ter der Fa­tih-Mo­schee als Bei­rats­mit­glied in den Vor­stand zu be­kom­men. Lei­der er­le­ben auch zahl­rei­che an­de­re Dia­log­grup­pen in Süd­deutsch­land, dass die ört­li­chen DI­TIB-Mo­sche­en je­de Zu­sam­men­ar­beit ver­wei­gern.

Man er­in­nert sich auch an un­se­re Ein­la­dung an die DI­TIB-Dia­log­be­auf­trag­ten in Ba­den und Würt­tem­berg, bei der Is­la­misch-Christ­li­chen Kon­fe­renz (ICK) über ihr Selbst­ver­ständ­nis des re­li­giö­sen Dia­logs zu re­fe­rie­ren. Die ICK hat nicht ein­mal ei­ne Ant­wort er­hal­ten, was we­nigs­tens die Höf­lich­keit er­for­dert hät­te.

Vor al­lem aber sei er­in­nert an ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Sit­zung der tür­ki­schen Re­li­gi­ons­be­hör­de am 3. Au­gust 2016. In An­we­sen­heit Er­do­gans und an­de­rer hoch­ran­gi­ger Po­li­ti­ker so­wie des DITIBPrä­si­den­ten Gör­mez hat der Ho­he Rat für Re­li­gi­on ein Gut­ach­ten er­ar­bei­tet, wo­nach die in­ter­re­li­giö­sen Ak­ti­vi­tä­ten der Hiz­met (Gü­len)-Be­we­gung als ge­gern den Is­lam ge­rich­tet ein­ge­stuft wer­den. Sie be­ru­fen sich da­bei auf Su­re 5, 51 des Korans, wo­nach Mus­li­me sich an­geb­lich nicht Ju­den und Chris­ten zu Freun­den neh­men sol­len. Da­mit macht sich die höchs­te re­li­giö­se Au­to­ri­tät der Tür­kei ei­ne Sicht­wei­se zu ei­gen, die aus wa­ha­b­i­ti­schen und sala­fis­ti­schen Krei­sen be­kannt ist.

Fer­ner­hin wird der Hiz­met­be­we­gung des Fe­tu­lah Gü­len vor­ge­wor­fen, das Dia­log­ver­ständ­nis der ka­tho­li­schen Kir­che über­nom­men zu ha­ben und den Is­lam da­mit zer­stö­ren zu wol­len. Gü­len sei ein ka­tho­li­scher Agent. (An an­de­rer Stel­le ist auch schon be­haup­tet wor­den, er sei ein heim­li­cher Kar­di­nal und hät­te den Putsch im Auf­trag des Va­ti­kans be­trie­ben).

Die re­le­van­ten Sei­ten des Do­ku­ments sind im In­ter­net ab­ruf­bar un­ter http://ci­be­do.de/2016/12/13/ci­be­do­bei­tra­e­ge-042016/ Klaus Holz christ­li­cher Spre­cher der Is­la­misch-Christ­li­chen Kon­fe­renz (ICK) Strau­ben­hardt

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