Ge­mein­de­rat braucht Kopf

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Zum Ar­ti­kel über die Kri­tik am Isprin­ger Bür­ger­meis­ter Vol­ker Win­kel vom 22. De­zem­ber: Wenn aus­ge­rech­net Bür­ger­meis­ter Win­kel im Ar­ti­kel von Ide­en und Pro­jek­ten spricht, dann ste­hen mir die Haa­re zu Ber­ge. Mit dem Bür­ger­haus Re­gen­bo­gen be­gin­nend, über di­ver­se Ein­rich­tun­gen für Äl­te­re bis hin zum Grund­er­werb im al­ten Orts­kern, von den Ein­rich­tun­gen für Flücht­lin­ge bis hin zu der ver­än­der­ten Kin­der­gar­ten- und Schul­land­schaft wa­ren es aus­schließ­lich Ide­en, die vom Ge­mein­de­rat an die Ver­wal­tung her­an­ge­tra­gen wur­den. Da­bei war der Ge­mein­de­rat aber nicht nur Ide­en­ge­ber. Un­se­ren Bür­ger­meis­ter von der Not­wen­dig­keit und Rich­tig­keit zu über­zeu­gen, war teil­wei­se so­gar rich­tig har­te Ar­beit. Manch­mal konn­te man fast den Ein­druck ge­win­nen, erst wenn es sich nicht mehr ver­mei­den lässt, wird man tä­tig.

Der Ein­satz des Isprin­ger Ge­mein­de­rats über­steigt bei wei­tem das nor­ma­le Maß. Si­cher­lich sind die Zei­ten, in de­nen ein Bür­ger­meis­ter im stil­len Käm­mer­lein ein­sa­me Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen hat und der Ge­mein­de­rat die­se nur ab­ni­cken muss­te und durf­te, vor­bei. Aber ein Ge­mein­de­rat braucht, wie je­des Un­ter­neh­men, ei­nen Kopf, ei­nen Steu­er­mann, der die Rich­tung kennt und vor­gibt und da­für auch steht. Schließ­lich trägt er auch die Ver­ant­wor­tung für den Kurs, für die Mann­schaft und die Rei­se.

Dies kann nicht die Auf­ga­be von 18 Ge­mein­de­rä­ten sein, die le­dig­lich eh­ren­amt­lich viel Frei­zeit op­fern und sich für ihr Dorf ein­brin­gen, in dem sie täg­lich le­ben und teil­wei­se auch ar­bei­ten. Ein „wei­ter so“für wei­te­re acht Jah­re wä­re für Isprin­gen fa­tal! Ur­su­la Ne­sper-Adel­helm Isprin­gen

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