Po­ké­mon Go und Gru­sel­clowns lie­gen im Trend

Pforzheimer Kurier - - MOMENTE 2016 - Queen Eliz­a­beth II. Mark Fors­ter

Das Jahr be­ginnt denk­bar schlecht. Von „ei­nem fried­li­chen Ver­lauf“der Sil­ves­ter­nacht, wie es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung der Köl­ner Po­li­zei heißt, kann näm­lich, wie sich schnell her­aus­stellt, nicht die Re­de sein. Rund um den Dom kommt es zu Über­grif­fen auf Frau­en, die auch ein Jahr spä­ter in den al­ler­meis­ten Fäl­len noch un­auf­ge­klärt sind. Da über­wie­gend jun­ge Flücht­lin­ge ver­ant­wort­lich sind, wird das Ver­trau­en in den Rechts­staat mas­siv er­schüt­tert, die Dis­kus­si­on um die Flücht­lings­po­li­tik wird ab die­sem Zeit­punkt zu­neh­mend rau­er. Die AfD pro­fi­tiert von der Ve­r­un­si­che­rung, er­zielt in den fol­gen­den Land­tags­wah­len star­ke Er­geb­nis­se und legt in Um­fra­gen deut­lich zu.

An­sons­ten hält das Jahr sei­ne ganz ei­ge­nen Trends be­reit, die vie­le Wo­chen lang die Schlag­zei­len be­herr­schen. Im Spät­som­mer bricht bei der „Ge­ne­ra­ti­on Smart­pho­ne“das Po­ké­mon-Fie­ber aus. Neu bei dem Spiel ist, dass die klei­nen ani­mier­ten Mons­ter – ganz nach dem Prin­zip der er­wei­ter­ten Rea­li­tät – drau­ßen auf der Stra­ße ge­fan­gen wer­den müs­sen. Für die­je­ni­gen, die mehr in der rea­len als der vir­tu­el­len Welt un­ter­wegs sind, sor­gen die um­her­ir­ren­den Po­ké­mon-Jä­ger mit ih­ren Han­dys in den Hän­den eher für Kopf­schüt­teln.

We­ni­ger sü­ße Mons­ter, die tat­säch­lich für Gru­seln sor­gen, hal­ten im Spät­jahr Ein­zug in Deutsch­land. Als Clowns ver­klei­det er­schre­cken oder ver­let­zen ei­ni­ge Un­be­lehr­ba­re ah­nungs­lo­se Pas­san­ten, die sich dann nicht sel­ten zur Wehr set­zen – und für ein En­de mit Schre­cken bei den so­ge­nann­ten Hor­ror-Clowns sor­gen. Wie fast al­le Trends zeich­nen sich aber so­wohl die vir­tu­el­len Mons­ter­jä­ger als auch die gru­se­li­gen Ge­stal­ten auf den Stra­ßen durch ih­re kur­ze Halb­werts­zeit aus und ver­schwin­den so schnell, wie sie ge­kom­men sind.

Was gibt es sonst noch? Un­ter gro­ßem Rum­mel fei­ert die bri­ti­sche Kö­ni­gin Queen Eliz­a­beth II. ih­ren 90. Ge­burts­tag. Ihr En­kel Prinz Har­ry prä­sen­tiert ei­ni­ge Wo­chen spä­ter mit der Schau­spie­le­rin Meg­han Mark­le sei­ne neue Freun­din. Das Lie­bes-Aus gibt es da­ge­gen bei Pie­tro und Sa­rah Lom­bar­di, die ih­re Tren­nung öf­fent­lich bei ih­rem Haus- und Hof­sen­der VOX ze­le­brie­ren und die Fern­seh­ge­mein­de da­ran teil­ha­ben las­sen.

Som­mer­hits gibt es in die­sem Jahr gleich zwei, die wäh­rend der Fuß­bal­lEu­ro­pa­meis­ter­schaft so oft lau­fen, dass sie an­schlie­ßend kaum noch ei­ner hö­ren kann. Mark Fors­ter lie­fert den Song „Wir sind groß“wäh­rend der Wald­bron­ner Max Gie­sin­ger mit „80 Mil­lio­nen“über das hal­be Jahr in den Charts ver­tre­ten ist und im Ra­dio rauf und run­ter ge­spielt wird. Mar­cel Win­ter

EIN BILD DER ZER­STÖ­RUNG bie­tet sich nach dem schwe­ren Zug­un­glück von Bad Ai­b­ling, bei dem zwölf Men­schen ster­ben. Der Fahr­dienst­lei­ter war we­gen ei­nes Han­dy­spiels ab­ge­lenkt und hat­te die Zü­ge gleich­zei­tig auf die ein­glei­si­ge Stre­cke ge­schickt.

DER GOTT­HARD-BA­SIS­TUN­NEL, mit 57 Ki­lo­me­tern der längs­te Ei­sen­bahn­tun­nel der Welt, wird nach 17-jäh­ri­ger Bau­zeit er­öff­net. Das et­wa 11 Mil­li­ar­den Eu­ro teu­re Jahr­hun­dert­werk ver­kürzt die Fahrt­zeit zwi­schen der Schweiz und Ita­li­en er­heb­lich.

IN DER SIL­VES­TER­NACHT kommt es in Köln im Be­reich Haupt­bahn­hof und Dom zu zahl­rei­chen se­xu­el­len Über­grif­fen auf Frau­en durch Grup­pen jun­ger Män­ner, die vor al­lem aus dem nord­afri­ka­ni­schen und ara­bi­schen Raum stam­men.

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