Hin­ter­grund

Pforzheimer Kurier - - MOTOR UND VERKEHR -

So­ge­nann­te re­ge­ne­ra­ti­ve Kraft­stof­fe wer­den aus Ma­te­ria­li­en her­ge­stellt, die nach­wach­sen oder sich wie­der her­stel­len las­sen. Da­bei spricht man zum ei­nen von Bio­kraft­stof­fen. Bio­kraft­stof­fe der ers­ten Ge­ne­ra­ti­on wer­den aus Mais, Raps oder Palm­öl her­ge­stellt.

Bio­kraft­stof­fe der zwei­ten und drit­ten Ge­ne­ra­ti­on hin­ge­gen stam­men bei­spiels­wei­se aus Bio­gas oder Bio­mas­se. Bei der Her­stel­lung wird so­viel CO2 aus der At­mo­sphä­re be­zie­hungs­wei­se der Bio­sphä­re ent­nom­men, wie spä­ter bei der Ver­bren­nung frei­ge­setzt wird. Es sind da­her CO2-neu­tra­le Kraft­stof­fe.

Syn­the­ti­sche Kraft­stof­fe wer­den aus nach­wach­sen­den Roh­stof­fen oder aus re­ge­ne­ra­tiv er­zeug­tem Strom her­ge­stellt. In letz­te­rem Fall spricht man von den so ge­nann­ten e-Fu­els. Bei dem Ver­fah­ren wird mit Hil­fe von er­neu­er­ba­ren Strom mit­tels Elek­tro­ly­se aus Was­ser Sau­er­stoff so­wie Was­ser­stoff her­ge­stellt. In wei­te­ren Pro­zess­schrit­ten wird der Was­ser­stoff mit Koh­len­stoff ent­we­der zu Methan (Erd­gas) oder zu

flüs­si­gen Kraft­stof­fen wei­ter­ver­ar­bei­tet.

In der Grund­la­gen­for­schung geht es schon wei­ter: Au­di ent­wi­ckelt in den USA mit der Fir­ma Joule ein bio­tech­no­lo­gi­sches Ver­fah­ren, bei dem Mi­kro­or­ga­nis­men CO2 und Was­ser auf­neh­men und dann aus ih­ren Zel­len Et­ha­nol für Ot­to­kraft­stoff oder Al­ka­ne – Grund­bau­stei­ne von Die­sel – aus­schei­den. Im Ge­gen­satz zu Pflan­zen oder Al­gen, die zu Kraft­stoff ver­ar­bei­tet wer­den und neu wach­sen müs­sen, blei­ben bei die­sem Ver­fah­ren die Mi­kro­or­ga­nis­men am Le­ben. ang

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.