Wa­ren es Agen­tin­nen?

Zwei Frau­en nach Tod von Kims Halb­bru­der in U-Haft

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Kuala Lumpur (dpa/AFP). Nach dem mut­maß­li­chen Gift­mord am äl­tes­ten Halb­bru­der von Nord­ko­reas Macht­ha­ber Kim Jong Un sit­zen zwei asia­ti­sche Frau­en als Haupt­ver­däch­ti­ge in U-Haft. Die Po­li­zei in Ma­lay­sia nahm ges­tern auch die zwei­te der bei­den Frau­en fest, die den 45-jäh­ri­gen Kim Jong Nam auf dem Flug­ha­fen der Haupt­stadt Kuala Lumpur über­fal­len ha­ben sol­len. Spe­ku­liert wird, dass sie Agen­tin­nen des nord­ko­rea­ni­schen Ge­heim­diens­tes sind.

Bei der zwei­ten Ver­däch­ti­gen han­delt es sich nach An­ga­ben der Po­li­zei um ei­ne 29-Jäh­ri­ge, die im Be­sitz ei­nes in­do­ne­si­schen Rei­se­pas­ses ist. Zu­dem wur­de nach In­for­ma­tio­nen ei­nes ma­lay­si­schen Fern­seh­sen­ders ges­tern ihr Freund fest­ge­nom­men, ein Mann aus Ma­lay­sia. Tags zu­vor war be­reits ei­ne 28 Jah­re al­te Frau ver­haf­tet wor­den, die Pa­pie­re aus Viet­nam da­bei hat­te. Der Ver­dacht rich­tet sich vor al­lem ge­gen Nord­ko­rea, des­sen Macht­ha­ber für bru­ta­les Vor­ge­hen be­kannt ist. Über die mög­li­chen Mo­ti­ve wird spe­ku­liert.

Ma­lay­si­as Be­hör­den hal­ten sich of­fi­zi­ell sehr zu­rück. Die „New Straits Ti­mes“zi­tier­te ei­nen hoch­ran­gi­gen Po­li­zei­be­am­ten aber mit den Wor­ten: „Wir ha­ben Grund zu der An­nah­me, dass dies das Werk von aus­län­di­schen Agen­ten war.“Be­rich­ten zu­fol­ge hat­ten die An­grei­fe­rin­nen mög­li­cher­wei­se mit Gift prä­pa­rier­te Na­deln für das At­ten­tat in der Ab­flug­hal­le be­nutzt. Kim Jong Nam war an­schlie­ßend auf dem Weg in ei­ne Kli­nik ge­stor­ben.

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