Mach­nig soll ko­or­di­nie­ren

Pforzheimer Kurier - - WIRTSCHAFT -

Rüsselsheim/Berlin (dpa). Im Über­nah­me­po­ker um den ver­lust­rei­chen Au­to­her­stel­ler Opel ha­ben sich Bund und Län­der sor­tiert. Wirt­schafts­staats­se­kre­tär Mat­thi­as Mach­nig (SPD) soll die Ge­sprä­che mit der Opel-Mut­ter Ge­ne­ral Mo­tors, den Ge­werk­schaf­ten, dem fran­zö­si­schen Bie­ter PSA Peu­geot Ci­tro­ën und dem fran­zö­si­schen Staat ko­or­di­nie­ren, wie nun aus Bund-Län­der-Krei­sen be­kannt wur­de.

Die GM-Toch­ter Opel hat in den Län­dern Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und Thü­rin­gen Wer­ke mit zu­sam­men rund 19 000 Mit­ar­bei­tern. Mach­nig kennt Opel aus sei­ner Zeit als Wirt­schafts­mi­nis­ter in Thü­rin­gen mit dem Werk Ei­se­nach. Ers­te Kon­tak­te zu GM und PSA gab es be­reits. So be­rie­ten Un­ter­neh­mens­ver­tre­ter auch mit dem Wirt­schafts­be­ra­ter von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU), Lars-Hen­drik Röl­ler, über die Opel-Zu­kunft. GM er­wägt, das Un­ter­neh­men nach fast 90 Jah­ren an den fran­zö­si­schen PSA-Kon­zern zu ver­kau­fen, an dem der fran­zö­si­sche Staat 14 Pro­zent der An­tei­le hält.

Nach In­for­ma­tio­nen des „Han­dels­blatt“sind die Ver­hand­lun­gen schon sehr weit fort­ge­schrit­ten und könn­ten in­ner­halb ei­nes hal­ben Jah­res ab­ge­schlos­sen sein. Im Fall ei­ner Über­nah­me er­war­ten Ex­per­ten ei­ne schnel­le In­te­gra­ti­on in den Ent­wick­lungs- und Pro­duk­ti­ons­ver­bund von PSA, was zu mas­si­ven Ar­beits­platz­ver­lus­ten füh­re könn­te. Der Opel-Be­triebs­rat will die Mit­ar­bei­ter heu­te nä­her in­for­mie­ren.

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