Ent­span­nung mit Hu­mor

Pforzheimer Kurier - - SÜDWESTECHO -

In sei­nem Haus wur­de ein Stück weit auch Na­tio­nal­park­ge­schich­te ge­schrie­ben. Im Ho­tel „Tan­ne“in Bai­ers­bronn-Ton­bach hat­ten die Freun­de des Na­tio­nal­parks Schwarz­wald ei­ne ih­rer ers­ten Sit­zun­gen. Der Ho­tel­chef und Na­tur­park­wirt Jörg Möhr­le (Fo­to: Kam­leit­ner) hat den Um­bau ei­nes Tei­les der Her­ber­ge nun da­zu ge­nutzt, ei­ne Na­tio­nal­park­stu­be ein­zu­rich­ten. Her­aus­ge­kom­men ist ein Raum, der zum Ent­de­cken ein­lädt: mit vie­len in­ter­es­san­ten De­tails wie Mo­del­len von Tie­ren wie dem Sper­lings­kauz, dem Wap­pen­tier des Schutz­ge­biets. Wer sie nicht auf An­hieb ent­deckt: Ein Fern­glas liegt für Gäs­te be­reit! kam

Der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Wolf­gang Bos­bach nutzt Hu­mor auch in der Po­li­tik. Witz und Iro­nie könn­ten in schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen für Ent­span­nung sor­gen, sag­te der 64-Jäh­ri­ge. „Und wer ge­mein­sam ge­lacht hat, gif­tet sich da­nach nicht mehr so schnell an.“So könn­ten Kon­flik­te ent­schärft und die Ar­beit leich­ter wer­den. Hu­mor ha­be aber nichts mit Al­bern­heit zu tun und gu­te Lau­ne nichts mit Ober­fläch­lich­keit. „Man kann auch hart ar­bei­ten und den­noch ein fröh­li­cher Mensch sein“, sag­te der Po­li­ti­ker. Der aus Ber­gisch Glad­bach bei Köln stam­men­de Bos­bach er­hielt in Rust die „Gol­de­ne Nar­ren­schel­le“der Ver­ei­ni­gung Schwä­bisch-Ale­man­ni­scher Nar­ren­zünf­te (VSAN). Für Bos­bach ist es ein när­ri­sches Ju­bi­lä­um: Vor ge­nau 40 Jah­ren, 1977, war er in sei­ner Hei­mat­stadt zum Kar­ne­vals­prinz Wolf­gang I. ge­kürt wor­den. ruf

Der Süd­west­rund­funk (SWR) sen­det ei­ne kom­plet­te Le­sung von Ju­rek Be­ckers Ro­man „Ja­kob, der Lüg­ner“in 24 Fol­gen. Spre­cher ist der Schau­spie­ler Au­gust Diehl. „Ja­kob, der Lüg­ner“war 1969 Be­ckers De­büt­ro­man, der in 23 Spra­chen über­setzt und zwei­mal ver­filmt wur­de. Der Au­tor er­zählt da­rin von ei­nem Ghet­to­be­woh­ner, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs durch Zu­fall er­fährt, dass die Be­frei­ung durch die Ro­te Ar­mee be­vor­ste­he. Er er­zählt da­von sei­nen Mit­ge­fan­ge­nen und be­haup­tet, er ha­be die Nach­richt in sei­nem Ra­dio ge­hört – das gar nicht exis­tiert. SWR2 hat die ers­te un­ge­kürz­te Le­sung des Ro­mans in Ko­pro­duk­ti­on mit dem Hör­buch­ver­lag speak low pro­du­ziert. Die 24 Fol­gen wer­den in der SWR2-Rei­he „Fort­set­zung folgt“vom 13. März bis 13. April mon­tags bis frei­tags von 14.30 bis 14.55 Uhr ge­sen­det. ah

Sein Sohn Karl Drais ist heu­te als ge­nia­ler Er­fin­der des Fahr­ra­des be­kannt. Und der Va­ter des ge­bür­ti­gen Karls­ru­hers? Auch der hat ei­nen Platz in der Ge­schich­te des deut­schen Süd­wes­tens: Der Ge­heim­rat und Po­li­zei­di­rek­tor Karl Wil­helm Lud­wig Fried­rich von Drais von Sau­er­bronn (Fo­to: Ge­ne­ral­lan­des­ar­chiv) war für die Ein­glie­de­rung des Breis­gaus in das Groß­her­zog­tum Ba­den zu­stän­dig, spä­ter wirk­te er als Ober­hof­rich­ter am höchs­ten Ge­richts­hof Ba­dens. Herr­mann Wie­gand be­leuch­tet das Wir­ken des ad­li­gen Ver­wal­tungs­be­am­ten am Mitt­woch, 22. Fe­bru­ar, 18 Uhr, im Tech­no­se­um in Mannheim. Der Vor­trag ist Teil des Rah­men­pro­gramms zur Gro­ßen Lan­des­aus­stel­lung „2 Rä­der – 200 Jah­re. Frei­herr von Drais und die Ge­schich­te des Fahr­ra­des“, die bis zum 25. Ju­ni im Mu­se­um zu se­hen ist. swe

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