His­to­rie im Quar­tett

Schü­ler des Reuch­lin-Gym­na­si­ums ent­wi­ckeln „250 Jah­re Gold­stadt-Quar­tett“

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von un­se­rer Mit­ar­bei­te­rin Bet­ti­na Geb­hard

Pforz­heim. Die Ge­schich­te der Gold­stadt kann man jetzt auch spie­le­risch ken­nen­ler­nen. Schü­ler des Reuch­lin Gym­na­si­ums ha­ben das „250 Jah­re Gold­stadt-Quar­tett“ent­wi­ckelt.

Ein Quar­tett aus gold­far­be­nen Kar­ten und ei­ne Bro­schü­re zum Spiel­kar­ten­quiz sind die sicht­ba­ren Zei­chen von et­li­chen Ar­beits­stun­den, die Schü­ler des Reuch­lin-Gym­na­si­ums zu­sam­men mit wei­te­ren Be­tei­lig­ten in den letz­ten Wo­chen ge­leis­tet ha­ben. Kai Adam, Schul­lei­ter des Reuch­lin-Gym­na­si­ums, stell­te das Er­geb­nis ges­tern Vor­mit­tag in der Schu­le vor.

Nach­dem er ge­be­ten wur­de, ei­nen Bei­trag zum Ju­bi­lä­um „250 Jah­re“zu or­ga­ni­sie­ren, sei er zu­sam­men mit den frei­wil­li­gen Schü­lern schnell auf die Idee ei­nes Spiels ge­kom­men, das auch für Frem­de und Zu­ge­zo­ge­ne die „Gold­stadt“er­klä­ren sol­le. In den fünf Ka­te­go­ri­en wer­den Be­haup­tun­gen zu den ver­schie­de­nen Epo­chen der Schmu­ckund Uh­ren­in­dus­trie in Pforz­heim auf­ge­stellt, die dann als rich­tig oder falsch er­kannt wer­den müs­sen. Die Test­spie­ler aus der Mit­tel­stu­fe la­gen schon bei et­wa 70 Pro­zent der Fra­gen rich­tig, nur die der Schmuck­in­dus­trie wa­ren ih­nen noch recht un­be­kannt. Den­noch fan­den Ju­li­us, Ab­dul­lah, Co­rin­ne und Char­lot­te das Spiel in­for­ma­tiv und lehr­reich und lob­ten die schö­ne Gestal­tung. „Die Spie­ler be­kom­men da­durch ein Ba­sis­wis­sen. Die Er­fin­der kön­nen sich schon als Ex­per­ten be­zeich­nen“, ist sich der Schul­lei­ter si­cher.

„Wir hof­fen, dass ganz Pforz­heim spielt“, sagt Ger­hard Baral. Für den Ge­samt­ko­or­di­na­tor von „250 Jah­re Gold­stadt Pforz­heim“darf das Pro­jekt ger­ne Nach­ah­mer fin­den. Er schät­ze dar­an die Aus­ein­an­der­set­zung mit der ei­ge­nen Ge­schich­te. Dar­über hin­aus kön­ne man dar­auf ver­trau­en, dass meh­re­re sol­cher Ak­tio­nen das „Wir-Ge­fühl“stär­ken wer­den. Kunst­his­to­ri­ke­rin Clau­dia Baum­busch konn­te bei der Über­ar­bei- tung der Kar­ten da­für sor­gen, dass sie auch für jün­ge­re Schü­ler ver­ständ­lich sind. Es gibt da­her zwei Aus­ga­ben des Spiels: ei­ne für Grund­schu­len und ei­ne für wei­ter­füh­ren­de Schu­len. Die dazu­ge­hö­ri­ge Bro­schü­re bie­tet Ko­pier­vor­la­gen für den Un­ter­richt mit dem kom­pri­mier­ten Wis­sen, das die Schü­ler ge­sam­melt ha­ben. Für die Aus­wahl der Fra­gen spiel­te dann auch der Bil­dungs­plan ei­ne Rol­le. In ih­rer Funk­ti­on als kom­mis­sa­ri­sche stell­ver­tre­ten­de Kul­tur­amts­lei­te­rin be­dau­er­te Baum­busch die bis­lang feh­len­de Lo­kal­ge­schichts­ver­mitt­lung und be­grüßt, dass mit den Kar­ten das Wis­sen qua­si von Schü­ler zu Schü­ler ver­mit­telt wer­de. Zur Re­cher­che ha­ben sich die Schü­ler in der Stadt­bi­blio­thek um­ge­se­hen. „Be­son­ders krass“fand Schü­le­rin Le­na Gen­gen­bach, „dass am Bahn­hof Blatt­gold an den Wän­den ist und Er­fin­dun­gen wie der Fe­der­ring­ver­schluss für Ket­ten in Pforz­heim ge­macht wur­den“.

Spiel und Bro­schü­re sol­len En­de des Mo­nats aus­ge­lie­fert wer­den und sind über das Kul­tur­amt oder das Se­kre­ta­ri­at der Reuch­lin-Schu­le zu be­zie­hen.

AM GOLD­STADT-QUAR­TETT ha­ben un­ter an­de­rem Taj Ar­te­mi, Pi­no Pat­ti, Le­na Gen­gen­bach, Ca­ri­na Ritt­mann und An­ne Ma­ria Schütze (von links) mit­ge­ar­bei­tet. Fo­to: Wa­cker

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