In Wi­der­sprü­che ver­strickt

Ge­richt ver­ur­teilt 21-Jäh­ri­gen we­gen Ver­ge­wal­ti­gung zu zwei Jah­ren und elf Mo­na­ten

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

vie. So ge­heim­nis­voll, wie die Ver­hand­lung we­gen Ver­ge­wal­ti­gung am 9. Fe­bru­ar be­gann, so ge­heim­nis­voll ging sie am ver­gan­ge­nen Mitt­woch auch zu En­de. Wie be­rich­tet, warf Ober­staats­an­wäl­tin Ga­b­rie­le Gu­gau ei­nem zur Tat­zeit noch 20-Jäh­ri­gen vor, am frü­hen Mor­gen des 28. Au­gust ei­ne jun­ge Frau, die er in der Nacht in ei­ner Dis­co ken­nen­ge­lernt hat­te, ver­ge­wal­tigt zu ha­ben.

Das Glück des An­ge­klag­ten war, dass er bei der Tat noch nicht 21 Jah­re alt war, da­her fand die Ver­hand­lung nun vor dem Ju­gend­schöf­fen­ge­richt un­ter Vor­sitz von Rich­te­rin Mi­ri­am Strei­cher statt.

Die Aus­sa­ge des An­ge­klag­ten wur­de un­ter Aus­schluss der Öf­fent­lich­keit ge­hört. Die­sem An­trag von Ver­tei­di­ger Bas­ti­an Mey­er trat die Staats­an­wäl­tin zwar ent­ge­gen, die Rich­ter ent­schie­den aber im Sin­ne der Ver­tei­di­gung. Die Aus­sa­ge des Op­fers war eben­falls nicht öf­fent­lich.

Auch die Plä­doy­ers der Staats­an­wäl­tin, des Ne­ben­kla­ge­ver­tre­ters Pe­ter Ker­ner und des Ver­tei­di­gers durf­te kei­ner hö­ren. Im­mer­hin ver­kün­de­te die Vor­sit­zen­de das Ur­teil öf­fent­lich: Der An­ge­klag­te wur­de zu ei­ner Ju­gend­stra­fe von zwei Jah­ren und elf Mo­na­ten ver­ur­teilt. Die Rich­ter hat­ten kei­nen Zwei­fel an der Darstel­lung der Ge­schä­dig­ten. Der An­ge­klag­te da­ge­gen ha­be sich mehr­fach in Wi­der­sprü­che ver­wi­ckelt, so Rich­te­rin Strei­cher.

Die Staats­an­wäl­tin hat­te drei­ein­halb Jah­re Ju­gend­stra­fe ge­for­dert, der Ver­tei­di­ger auf Frei­spruch plä­diert.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.