An­ek­do­ten

Pforzheimer Kurier - - BUNTE SEITE -

Ein­mal hat­te ein jun­ger Schau­spie­ler Gus­tav Gründ­gens da­zu ge­bracht, dass er ihn den Ham­let spie­len ließ. Nach der Auf­füh­rung stürz­te er sich auf den In­ten­dan­ten: „Wie war’s?“„Aus­ge­zeich­net“, er­wi­der­te Gründ­gens bla­siert, „ich bin Ih­nen sehr dank­bar. Ich ha­be erst heu­te be­grif­fen, war­um die Ophe­lia ins Was­ser geht.“

Der ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­list An­der­son wur­de ein­mal nach sei­nem Ur­teil über de Gaul­le ge­fragt. Er mein­te: „Wer ei­nen Freund wie de Gaul­le hat, braucht kei­ne Fein­de mehr.“

Karl Kraus, um ei­ne Stel­lung­nah­me zur Psy­cho­ana­ly­se ge­be­ten, er­wi­der­te: „Die Psy­cho­ana­ly­se ist selbst je­ne Geis­tes­krank­heit, für de­ren The­ra­pie sie sich hält.“

Tris­tan Ber­nard rech­ne­te nach der deut­schen Be­set­zung im Zwei­ten Welt­krieg mit sei­ner Ver­haf­tung. Als die deut­sche Po­li­zei ihn hol­te, ver­lor sei­ne Frau völ­lig die Fas­sung. Doch Ber­nard sag­te zu ihr: „Bis heu­te ha­ben wir in der Angst ge­lebt, doch von nun an wer­den wir in der Hoff­nung le­ben.“

In Hol­ly­wood be­geg­ne­ten sich zwei über­rei­fe weib­li­che Film­stars. Ma­li­zios mein­te die ei­ne: „Ich er­in­ne­re mich noch an Ih­re Er­fol­ge aus der Stumm­film­zeit um 1930. Al­ler­dings ha­be ich da­mals kei­nen Ih­rer Fil­me ge­se­hen – ich war noch im Kin­der­gar­ten ...“– „Ach so, ich wuss­te gar nicht, dass Sie Kin­der­gärt­ne­rin wa­ren, ehe Sie zu fil­men ver­such­ten.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.