Jo­ker Ap­pel­g­ren als Lö­wen-Match­win­ner

Tor­wart und Bae­na trump­fen in Kris­ti­an­stad auf

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Kris­ti­an­stad/Karls­ru­he (sog). Es wa­ren 39 Mi­nu­ten ge­spielt in Kris­ti­an­stad, da wech­sel­te Trai­ner Ni­ko­laj Ja­cob­sen den Match­win­ner ein. Mit 19:21 la­gen die Rhein-Neckar Lö­wen zu­rück im Grup­pen­spiel der Cham­pi­ons Le­ague beim schwe­di­schen Meis­ter, als Tor­hü­ter Mi­ka­el Ap­pel­g­ren vor den Au­gen sei­ner 4 355 Lands­leu­te den eben­falls aus Schwe­den stam­men­den Andre­as Palicka er­setz­te. 19 Mi­nu­ten und sechs Welt­klas­se­pa­ra­den von Ap­pel­g­ren spä­ter war aus dem Zwei-To­re-Rück­stand ein Vier-Tref­fer-Vor­sprung ge­wor­den. Mit sei­nem ach­ten Tor sorg­te der in je­der Be­zie­hung star­ke Kreis­läu­fer Ra­fa­el Bae­na für den 31:27-Zwi­schen­stand. Letzt­lich ge­wann der deut­sche Meis­ter mit 31:29 (15:16), wo­mit die Lö­wen die Chan­ce auf den Grup­pen­sieg wahr­ten. Mit 15 Punk­ten lie­gen sie auf Rang zwei, ei­nen Zäh­ler hin­ter Ta­bel­len­füh­rer Var­dar Skop­je. Für das Ach­tel­fi­na­le sind sie seit ges­tern auf je­den Fall qua­li­fi­ziert.

„Wir ha­ben gu­te Chan­cen auf Platz eins, aber es ist noch ein lan­ger und har­ter Weg“, sag­te Ap­pel­g­ren bei Sky nach sei­ner Ga­la mit ei­ner Welt­klas­se­quo­te von 50 Pro­zent pa­rier­ter Wür­fe.

Grün­de da­für, dass sich die Ba­de­ner doch durch­setz­ten bei den schnel­len Schwe­den, wa­ren auch in ei­ner Um­stel­lung der Ab­wehr von ei­ner 6:0-For­ma­ti­on in ei­ne 3:2:1-Va­ri­an­te so­wie ne­ben der Durch­set­zungs­fä­hig­keit von Bae­na in der Ge­nia­li­tät von Re­gis­seur An­dy Schmid und der spä­ten Leis­tungs­stei­ge­rung von Mads Men­sah Lar­sen zu se­hen. In der ent­schei­den­den Pha­se be­kam der Dä­ne bes­se­ren Zu­griff auf Al­bin La­ger­gren, der sie­ben sei­ner acht To­re vor der Pau­se er­ziel­te und den Lö­wen lan­ge Zeit eben­so Pro­ble­me be­rei­te­te wie Jer­ry Toll­bring. Der Links­au­ßen, der auf fünf To­re kam, wech­selt be­kannt­lich in der kom­men­den Sai­son zu den Lö­wen.

Vor ei­nem Jahr hat­ten die Ba­de­ner mit 28:31 ver­lo­ren. Zwar sah es trotz ei­ner frü­hen 3:1-Füh­rung auch dies­mal lan­ge Zeit nicht nach ei­nem Er­folg für die Gäs­te aus. Doch die Lö­wen fan­den auf den Er­folgs­weg zu­rück. „Im letz­ten Jahr hat­ten wir kei­ne Chan­ce, dies­mal war es viel bes­ser. Aber sie lie­gen uns ein­fach nicht so gut“, mein­te Ja­cob­sen und ana­ly­sier­te: „In der ers­ten Halb­zeit hat­ten wir gu­te Wür­fe, aber es fehl­ten Klei­nig­kei­ten. Dann ha­ben wir in der Ab­wehr mehr Druck ge­macht.“Den Rest be­sorg­te Ap­pel­g­ren.

Der Mann mit der Lö­wen-Mäh­ne wird sein Kön­nen am Mitt­woch (18.30 Uhr) von Be­ginn an zei­gen kön­nen. Ja­cob­sen kün­dig­te an, Ap­pel­g­ren beim Heim­spiel in Frank­furt ge­gen den HC Brest in die An­fangs­for­ma­ti­on zu be­or­dern.

IFK Kris­ti­an­stad: Gud­munds­son 10, La­ger­gren 8, Toll­bring 5, Hen­nings­son 3, Ar­nars­son 1, Jons­son 1, Li­po­vac 1.

Rhein-Neckar Lö­wen: Bae­na 8, Schmid 7, Gro­etz­ki 5, Men­sah Lar­sen 4, Pe­ters­son 3, Si­gurds­son 3, Pe­keler 1.

DRÜCKEBERGER: Lö­wen-Tor­hü­ter Mi­ka­el Ap­pel­g­ren nimmt sich nach dem Sieg in Kris­ti­an­stad Alex­an­der Pe­ters­son zur Brust. Fo­to: imago

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