Es gibt viel Neu­es zu ent­de­cken

Schmuck­bran­che star­tet ent­spannt ins neue Jahr

Pforzheimer Kurier - - NORDSCHWARZWALD AUF DER INHORGENTA - Edith Kopf

Die In­hor­gen­ta 2017 hat gro­ßes Po­ten­zi­al, die Stadt Pforz­heim als der be­deu­ten­de Stand­ort der Schmuck­in­dus­trie in Deutsch­land nicht min­der. Da­von sind die rund 90 Un­ter­neh­men aus dem Nord­schwarz­wald un­ter den 987 Aus­stel­lern über­zeugt nach ei­nem fast ful­mi­nant zu nen­nen­den Auf­takt zur Schmuck­mes­se, die bis mor­gen in Mün­chen für ein Bran­chen­tref­fen sorgt.

Vom Start weg am Sams­tag um 9 Uhr strömt das Fach­pu­bli­kum. We­ni­ge Mi­nu­ten spä­ter ste­hen die ers­ten Gold­stadt­ta­schen un­ter Aus­stel­ler­ti­schen. Wäh­rend Mei­ke Ah­rens von der Wirt­schafts­för­de­rung und ih­re Kol­le­gin am Ju­bi­lä­ums­stand gro­ße und klei­ne Ak­ti­vi­tä­ten zu 250 Jah­ren Schmuck- und Uh­ren­in­dus­trie vor­stel­len, wer­den gu­te Ge­schäf­te ge­macht. Um die Mit­tags­zeit steht bei nicht we­ni­gen Aus­stel­lern aus dem Nord­schwarz­wald fest, die Mes­se bringt’s. So ge­winnt Mal­te Schind­ler, der seit 2006 mit öko­lo­gi­schem An­spruch und der Mar­ke No­ën am Markt ist, bin­nen vier St­un­den drei Neu­kun- den. „Das ist viel.“Sie fin­den bei ihm neu ei­ne ele­gant-pu­ris­ti­sche Gold­kol­lek­ti­on.

Die gro­ße Schau zum Jah­res­auf­takt hält auch an­dern­orts den Er­war­tun­gen stand, die die Bran­che an ei­ne Leit­mes­se hat. Es gibt viel Neu­es zu ent­de­cken. Al­lein die Pro­du­zen­ten aus dem Raum Pforz­heim set­zen deut­li­che und auf­re­gen­de Ak­zen­te. So ist bei Trautz ein Bril­lant­band zu ent­de­cken, das sich but­ter­weich zu ei­nem Kno­ten for­men lässt. Eben­falls von tech­ni­schem In­no­va­ti­ons­geist ge­tra­gen sind die neu­en Ver­wand­lungs­künst­ler „to play“(zum Spie­len) bei Jörg Heinz für De­kol­le­té, Arm und Ohr. Hier wie dort stand ein Ring am An­fang und über­zeug­te.

Ei­nen gro­ßen Aus­flug ins Reich der Farbstei­ne fin­den In­hor­gen­ta-Gäs­te bei Hein­rich Lausch. Da­ne­ben gibt es na­tür­lich den be­kann­ten Dia­mant­schwer­punkt, un­ter an­de­rem mit Me­moi­reRin­gen, die sich ins­ge­samt gut eta­bliert ha­ben, ne­ben den gut nach­ge­frag­ten So­li­tä­ren für al­les, was ein Paar-Le­ben so prägt. In die Welt der Far­ben taucht die Kund­schaft auch bei Bos­sert & Kast. Eli­sa­beth Tip­pel zeigt ne­ben hoch­wer­tigst ver­ar­bei­te­ten State­ment­ket­ten sanft fal­len­de Ex­em­pla­re, bei de­nen sie Edel­me­tall mit Ke­ra­mik in Flie­der, Na­vy und Green kom­bi­niert.

Per­len blei­ben in die­sem Jahr ein be­stim­men­des The­ma, „wenn die Idee stimmt“, wie Eva Streep sagt, die 2004 im New Brand-Be­reich der Mes­se be­gon­nen hat, dann beim Fo­rum In­no­va­ti­on auf sich auf­merk­sam mach­te und bis heu­te in der De­si­gner­hal­le zu fin­den ist. Be­stä­ti­gung da­für gibt es von den im grö­ße­ren Stil eta­blier­ten Kol­le­gen Ne­sper und Gell­ner, die wie Jörg Heinz, Isa­bel­le Fa, Witt­wer und Af­schar auch wie­der zur gro­ßen Mo­de­schau bei­tra­gen, die ein gut ge­stimm­tes und hoch­ka­rä­ti­ges Pre­mie­ren­pu­bli­kum an­zieht.

Das steht für die „of­fe­nen neu­gie­ri­gen Be­su­cher“, die Na­ta­scha Schnei­der er­lebt. Sie steht mit ih­rem Mann und ei­ner neu­en, wie im­mer vom Cha­rak­ter der ver­wen­de­ten Edel­stei­ne ge­präg­ten Arm­band­kol­lek­ti­on zum ers­ten Mal in der Lu­xus­hal­le B1. Dort sind auch die „wil­den ehe rin­ge“zu fin­den, mit de­nen sich Ma­ri­on Knorr ei­nen Na­men ge­macht hat. Neu da­bei ist, dass sie Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger bei sei­nem Rund­gang als Pforz­hei­mer be­grü­ßen kann. Knorr ist nach 20 Jah­ren zu­rück­ge­kom­men in die Stadt, in der sie stu­dier­te und wo all die Zu­lie­fe­rer sind, die sie für in Gold ge­fass­te Sinn­bil­der für Lie­be und Freund­schaft braucht.

Wie eng ver­zahnt die Bran­che ar­bei­tet, zeigt sich im Um­feld der Schei­de­an­stal­ten aus dem Raum Pforz­heim, die na­he­zu

In­hor­gen­ta und Fa­b­ri­kan­ten mit Po­ten­zi­al

voll­stän­dig auf der In­hor­gen­ta ver­tre­ten sind: Es brummt in der Tech­nik­hal­le. Die wie­der­be­leb­te Uh­ren­fir­ma La­co hat dort die­ses Jahr Mes­se-Pre­mie­re. Aus­schlag­ge­bend da­für ist die so­zu­sa­gen ge­schwis­ter­li­che Ver­bin­dung zum Uhr­ma­cher­zu­lie­fe­rer Flu­me aus Es­sen, die zur glei­chen Hol­ding ge­hört. Dem Ziel, die Prä­senz im Fach­han­del aus­zu­bau­en, steht das nicht im We­ge, wie bei Pro­ku­ris­tin Do­ro­thea Gün­ther zu er­fah­ren ist.

Auch auf Ver­bands­ebe­ne sorgt der Auf­tritt für In­ter­es­se. An­ne Hé­la­ry, Ge­schäfts­füh­re­rin des Edel­me­tall­ver­bands Schwä­bisch Gmünd, lässt nicht nur La­co nicht aus bei ih­rem Ein­satz für ei­ne brei­te­re Ver­bands­ba­sis. Für die In­hor­gen­ta 2017 hat sie nur Lob: „Bunt, neu­es Ma­te­ri­al, vie­le deut­sche Pro­duk­te, die man lan­ge nicht ge­se­hen hat“, ur­teilt die Fran­zö­sin.

„Die In­hor­gen­ta ist ei­ne Su­per­platt­form“, ur­teilt auch Tho­mas Weiss von der Agosi. Er blickt auf ein Jahr 2016 zu­rück, in dem sich die „deut­sche Schmuck­in­dus­trie ganz or­dent­lich ge­schla­gen hat“. Auch für die Zu­kunft der ein­hei­mi­schen Bran­che ist ihm nicht Ban­ge: „Die Fir­men, die jetzt am Markt agie­ren sind so­li­de und ha­ben Kon­zep­te.“

Fo­tos: Kopf

DIE GAN­ZE PRACHT BUN­TER EDEL­STEI­NE ist bei der In­hor­gen­ta im Fens­ter von Hein­rich Lausch zu fin­den. Spie­le­risch sind die neu­en Ver­wand­lungs­künst­ler, die Andrea Möss­ner von Jörg Heinz prä­sen­tiert.

BRILLANTKNOTEN gibt es bei Trautz, wo auch die Glie­der ge­zeigt wer­den.

SPIEL um Sil­ber­wür­fel: Ute Sig­le bei Hei­mer­le und Meu­le.

DIE GOLDKETTE von Bos­sert & Kast in­ter­es­siert die­ses Paar.

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