Früh­ling­s­tanz und Kar­ne­val

Neu­en­bür­ger Schloss star­tet mit bun­tem Pro­gramm in die neue Sai­son

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS - Ul­la Donn von Yrsch

Die Win­ter­pau­se ist vor­bei, das Mu­se­um ist wie­der ge­öff­net. Das wur­de am Frei­tag­abend im Neu­en­bür­ger Schloss mit ei­nem, et­was ver­früh­ten, Tanz in den Früh­ling ge­fei­ert.

In Ko­ope­ra­ti­on mit dem För­der­kreis Kul­tur im Schloss wur­de dem Be­su­cher ein viel­sei­ti­ges Pro­gramm ge­bo­ten, so­dass aus der An­kün­di­gung erst ein­mal gar nicht so genau klar wur­de, wie der Abend zu be­wer­ten ist. Dem­nach ent­führt das Ama­teur­thea­ter „Thea­ter am Schloss“mit Sze­nen aus „Prin­zes­sin Bram­bil­la“das Pu­bli­kum in den rö­mi­schen Kar­ne­val. Die Ge­s­angs­so­lis­ten Mi­ri­am Kurr­le (So­pran) und der kurz­fris­tig ein­ge­sprun­ge­ne Te­nor Le­mu­el Cu­en­to er­freu­en mit be­lieb­ten Me­lo­di­en aus ita­lie­ni­schen Opern und Ope­ret­ten. Und dann wird aus dem Früh­ling­s­tanz noch ei­ne Fa­schings­ver­an­stal­tung, denn die Gäs­te sol­len in ei­ner fan­ta­sie­vol­len Ko­s­tü­mie­rung er­schei­nen, um im Fürs­ten­saal ei­ne fan­tas­ti­sche Nacht zu er­le­ben. Das hört sich nach ei­ner tol­len Nacht auf dem Schloss an, doch es gibt ei­ne Ein­schrän­kung: Park­plät­ze sind beim Schloss nur sehr we­ni­ge vor­han­den und die vom Ver­an­stal­ter emp­foh­le­nen Stell­plät­ze, beim Rat­haus und dem Fi­nanz­amt, sind vie­le hun­dert Me­ter ent­fernt. Ein ein­sa­mer, dunk­ler Weg führt zum Schloss und das zu Zei­ten, in de­nen Deutsch­lands Stra­ßen nicht si­che­rer ge­wor­den sind. Doch das schreck­te vie­le nicht ab. Be­reits im Vor­ver­kauf wur­den von den 78 Plät­zen 70 ver­kauft und et­li­che Gäs­te hat­ten ein­fach die Schu­he zum Tan­zen in ei­ner Ta­sche da­bei.

Ein Blick auf das aus­ge­leg­te Tisch­pro­gramm brach­te Klar­heit. Das Thea­ter­stück wur­de in vier Ak­ten auf­ge­führt, an de­ren En­den die Opern­sän­ger je­weils ei­ni­ge Ari­en san­gen. An­schlie­ßend spiel­te DJ Black Tom­cat aus Zai­sen­hau­sen zum Tanz. Ver­stär­kung be­kam er von sei­ner Frau La­le­ne, die zu ei­ni­gen Songs sang. Ab 23 Uhr, mit En­de des Thea­ter­stücks und der Ari­en, ge­hör­te die Tanz­flä­che ganz den Fei­ern­den. „Das bun­te Pro­gramm ist ge­dacht, da­mit je­der et­was da­von hat“, er­klärt Mu­se­ums­lei­te­rin Sas­kia Dams das Kon­zept, das seit zwei Jah­ren, mit im­mer auf­wän­di­ge­rer De­ko­ra­ti­on, wei­ter­ent­wi­ckelt wird. Ein im Gang auf­ge­bau­tes Buf­fet hält Ge­trän­ke und klei­ne Spei­sen be­reit. Vie­le Gäs­te kom­men zum wie­der­hol­ten Mal, ei­ni­ge sind so­gar ex­tra aus Hei­del­berg und Lud­wigs­burg an­ge­reist. Klaus Herzl hat es aus dem In­ter­net er­fah­ren und sich samt Part­ne­rin, stan­des­ge­mäß, in ei­nem Ko­s­tüm­ver­leih ein­ge­klei­det. Da tanzt der Leh­rer des Pforz­hei­mer Reuch­lin-Gym­na­si­ums als Gla­dia­tor mit sei­ner Cleo­pa­tra in ei­ner Men­ge von ve­ne­zia­ni­schen Mas­ken, Ro­ko­ko-Ro­ben und ganz nor­mal ge­klei­de­ten Gäs­ten. Ein biss­chen ver­wir­rend ist es ja schon, wenn auf Puc­ci­ni, im di­rek­ten An­schluss, Mu­sik von Micha­el Jack­son folgt, aber vi­el­leicht macht das den Reiz der Ver­an­stal­tung aus.

Jo­aquin Groener ist mit sei­ner Frau Eri­ka aus Bir­ken­feld ge­kom­men und be­stä­tigt: „Wir ma­chen das je­des Jahr.“

Micha­el Jack­son folgt naht­los auf Puc­ci­ni

Fo­to: Eh­mann

MIT SZE­NEN AUS PRIN­ZES­SIN BRAM­BIL­LA ent­führ­te das „Thea­ter am Schloss“das Pu­bli­kum in den rö­mi­schen Kar­ne­val. So­pra­nis­tin Mi­ri­am Kurr­le und Te­nor Le­mu­el Cu­en­to (links) er­freu­ten mit Me­lo­di­en aus ita­lie­ni­schen Opern und Ope­ret­ten.

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