Und noch ei­ne Welt­me­tro­po­le im Gold­stadt­glanz

Ei­ner der In­hor­gen­ta-Awards geht nach Pforz­heim / OB Ha­ger über­gibt De­sign-Aus­zeich­nung

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM - Von Edith Kopf und Ro­land Wei­sen­bur­ger

Ges­tern Ber­lin, heu­te Mün­chen: Pforz­heim macht ernst da­mit, sein gro­ßes Schmuck­ju­bi­lä­um weit über die Stadt­gren­zen hin­aus zu tra­gen.

Nach dem Gast­auf­tritt auf der Ber­li­na­le am Va­len­tins­tag durf­te Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger am Sonn­tag­abend auf der Münch­ner Schmuck­mes­se den „In­hor­gen­ta-Award“in der Ka­te­go­rie „De­si­gner“an den Ita­lie­ner Ro­ber­to De­me­glio über­rei­chen. Dass Pforz­heim den De­sign-Preis­trä­ger aus­zeich­ne­te, ist Teil des Bron­ze-Spon­so­ring, das die Münch­ner Mes­se In­hor­gen­ta für das Ju­bi­lä­ums­fes­ti­val über­nom­men hat. Ähn­lich wie in Ber­lin, wo der Auf­tritt vom Spon­sor­part­ner „Glas­hüt­te ori­gi­nal“aus­ge­rich­tet und fi­nan­ziert wur­de, fällt auch die Ver­lei­hung des De­sign-Awards OB Ha­ger qua­si kos­ten­los in den Schoß und wird als Sach­spen­de vom Bron­ze-Spon­sor In­hor­gen­ta über­nom­men.

Dass Pforz­heim auch in der rea­len Welt des Schmucks noch im­mer ei­ne gro­ße Num­mer ist, be­weist die Aus­zeich­nung in der Ka­te­go­rie „Fi­ne Ju­wel­ry“, al­so beim rich­tig teu­ren Schmuck, die an das Un­ter­neh­men Isa­bel­le Fa ging. Die in Ei­sin­gen be­hei­ma­te­te Schmuck­schmie­de steht für schwe­res Ge­schmei­de, gro­ße Ket­ten und in­ten­si­ves Gold­ge­wicht. Den Preis er­hielt das Un­ter­neh­men für ei­nen hand­ge­fer­tig­ten Arm­reif aus 18 Ka­rat Rot­gold mit seit­li­chem Bril­lant­be­satz.

Fir­men­che­fin Isa­bel­le Möss­ner war be­geis­tert, dass die Wahl der Ju­ry auf ih­ren Schmuck fiel. „Die­ser Preis bringt auf je­den Fall Re­nom­mee. Je­der Wett­be­werb ist wich­tig und in der Bran­che gibt es kaum mehr Wett­be­wer­be. In­so­fern gilt der In­hor­gen­ta und dem Un­tit­led-Ver­lag gro­ßes Lob für den enor­men Auf­wand.“Isa­bel­le Fa darf sich da­mit das ge­sam­te Pforz­hei­mer Ju­bel­jahr über „Schmuck­mar­ke des Jah­res“nen­nen.

Wie breit die Tra­di­ti­ons­in­dus­trie auch an der Spit­ze auf­ge­stellt ist, zeigt, dass un­ter den No­mi­nier­ten des „Fi­ne Ju­wel­ry-Award“mit Ya­na Ne­sper auch ein Per­len-Spe­zia­list aus der Gold­stadt ver­tre­ten war.

Für die Be­ach­tung, die der von sei­ner Frau ent­wor­fe­nen Schmuck­li­nie zu­teil­wur­de, be­dank­te sich Frank Ne­sper auf dem Par­kett des Münch­ner Post­pa­las­tes. „Wir freu­en uns, dass wir Auf­merk­sam­keit er­re­gen konn­ten und die Per­le als jün­ger wahr­ge­nom­men wird. Es wird er­kannt, dass wir die Per­le aus der ver­staub­ten Ecke ge­holt ha­ben.“Von drei Schmuck­stü­cken, die Ne­sper in den Wett­be­werb ein­reich­te, gab es die No­mi­nie­rung schließ­lich für ei­nen Ohr­hän­ger in Gelb­gold mit fünf sich ver­jün­gen­den Per­len und Bril­lant-Pa­vé. Für die sechs Prei­se des In­hor­gen­ta-Award hat­ten sich über 100 Schmuck­schaf­fen­de be­wor­ben, zehn da­von aus Pforz­heim. In der Ju­ry, die über die Ver­ga­be des neu ge­stif­te­ten Prei­ses ent­schied, saß ne­ben Ver­tre­tern der Bran­che, Top-Mo­dels, Mo­de­schöp­fer und Star-De­si­gner auch die Pro­fes­so­rin der Hoch­schu­le Pforz­heim, Chris­ti­ne Lü­de­ke. Sie über­gab den De­sign­preis ge­mein­sam mit OB Ha­ger und nann­te den In­hor­gen­ta-Award ei­nen „ge­lun­ge­nen Aus­gleich, ne­ben dem Ver­kauf­s­cha­rak­ter ei­ner sol­chen Mes­se auch die ge­stal­te­ri­sche Leis­tung der Schmuck­schaf­fen­den aus­zeich­nen zu kön­nen“. Dass in der Ka­te­go­rie der Schmuck­stü­cke im Wert von über 1 000 Eu­ro der Preis an Isa­bel­le Möss­ner ging, stand für sie und ih­re Kol­le­gen in der Ju­ry nie in Zwei­fel. „Vor­ge­legt wur­de ein wun­der­schö­nes Arm­band, ein sen­si­bles, ele­gan­tes De­sign, das raf­fi­nier­tes Un­der­state­ment mit sau­be­rer Ver­ar­bei­tung kom­bi­niert. Das Schmuck­stück strahlt die gan­ze Lie­be zu ih­rer Ar­beit aus und macht Isa­bel­le Möss­ner zu ei­ner su­per Ver­tre­te­rin für Pforz­heim.“OB Ha­ger nann­te Isa­bel­le Fa ein Bei­spiel für die ho­he Qua­li­tät der Schmuck­fer­ti­gung in der Re­gi­on Pforz­heim. Den In­hor­gen­ta-Award be­zeich­ne­te er als Be­weis für die wei­ter stei­gen­de Be­deu­tung der Münch­ner Schmuck­mes­se. „Fol­ge­rich­tig ist dies der rich­ti­ge Ort, um für das Schmuck­ju­bi­lä­um zu wer­ben. Un­ser Auf­tritt hat hier sehr gro­ße Be­ach­tung ge­fun­den.“

AUF DER GROSSEN BÜH­NE DER NEU GE­SCHAF­FE­NEN IN­HOR­GEN­TA AWARDS durf­ten sich ne­ben Pforz­heims Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger (Sechs­ter von rechts), auch Alex­and­re Möss­ner (links) und Isa­bel­le Möss­ner (Vier­te von rechts) vom aus­ge­zeich­ne­ten Schmuck­un­ter­neh­men Isa­bel­le Fa son­nen. Fo­tos (2): In­hor­gen­ta

AUS DER HAND VON OB HA­GER er­hielt Ro­ber­to De­me­glio (rechts) den In­hor­gen­ta-Award in der Ka­te­go­rie De­sign. In der Mit­te Ju­ry­mit­glied Chris­ti­ne Lü­de­ke von der Hoch­schu­le Pforz­heim.

PREISGEKRÖNT wur­de der Schmuck Isa­bel­le Möss­ners (Isa­bel­le Fa) in der Ka­te­go­rie „Fi­ne Ju­wel­ry“. Fo­to: Ar­chiv/Eh­mann

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