Fan-Prü­ge­lei ver­hin­dert

Po­li­zei griff vor KSC-Spiel ge­gen Ber­lin hart durch

Pforzheimer Kurier - - KARLSRUHE -

BNN/dpa. Die Karls­ru­her Po­li­zei hat nach ei­ge­nen An­ga­ben ver­hin­dert, dass es am Sonn­tag vor dem Zweit­li­ga­spiel zwi­schen of­fen­bar ge­walt­be­rei­ten Fans des KSC und von Uni­on Ber­lin zu ei­ner Schlä­ge­rei kom­men konn­te. Bei­de Fan­la­ger gel­ten als ver­fein­det. Des­halb stuf­te die Po­li­zei die Be­geg­nung, die um 13.30 Uhr an­ge­pfif­fen wur­de, als Hoch­ri­si­ko­spiel ein und bot 400 Ein­satz­kräf­te auf.

Wie aus dem Be­richt der Karls­ru­her Po­li­zei her­vor­geht, wur­de sie am Sonn­tag ge­gen 11.20 Uhr auf ei­nen Fan­bus von Uni­on Ber­lin und über 20 Klein­bus­se auf­merk­sam, die vor ei­nem Su­per­markt in der Kirch­feld­sied­lung ge­parkt wa­ren. We­nig spä­ter fie­len den Be­am­ten rund 200 dun­kel ge­klei­de­te Ber­li­ner Fans in ei­ner Stra­ßen­bahn auf. An der Hal­te­stel­le „Franz-Lust-Stra­ße“beim Städ­ti­schen Kli­ni­kum stopp­te die Po­li­zei die Bahn. Sie nahm die Per­so­na­li­en von 200 mög­li­chen Pro­blem­fans auf und durch­such­te sie. Da­bei sei­en „Ver­mum­mungs­ge­gen­stän­de und Be­täu­bungs­mit­tel in ge­rin­gen Men­gen“ge­fun­den wor­den. Zur glei­chen Zeit be­ob­ach­te­te die Po­li­zei in der Stadt­mit­te ver­mehrt dun­kel ge­klei­de­te Per­so­nen­grup­pen. Im Schloss­gar­ten tra­fen die Be­am­ten auf ei­ne Grup­pe von et­wa 100 Fans, die „Ver­mum­mungs­ma­te­ri­al“und Quarz­hand­schu­he so­wie Be­täu­bungs­mit­tel bei sich hat­ten.

Auf rich­ter­li­che An­ord­nung wur­de die Karls­ru­her Fan-Grup­pe in „Be­sei­ti­gungs­ge­wahr­sam“ge­nom­men. Den Ber­li­ner Fans aus der Stra­ßen­bahn wur­de ein Platz­ver­weis er­teilt. Karls­ru­her Po­li­zei­fahr­zeu­ge be­glei­te­ten den Ber­li­ner Kon­voi bis zur Lan­des­gren­ze. Ge­gen Karls­ru­her und Ber­li­ner Fans hat die Po­li­zei we­gen Ver­dacht des Land­frie­dens­bruchs und Ver­stoß ge­gen das Ver­samm­lungs­ge­setz Er­mitt­lungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.

Uni­on-Fans kri­ti­sier­ten ges­tern den Karls­ru­her Po­li­zei­ein­satz scharf und äu­ßer­ten „er­heb­li­che Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der Maß­nah­me“. Ein An­fangs­ver­dacht ha­be nicht vor­ge­le­gen, da es we­der zu Ge­walt­tä­tig­kei­ten, noch zu Be­dro­hun­gen ge­kom­men sei. Die Fan-Ver­tre­ter spre­chen von ei­ner „häss­li­chen Fa­cet­te“, Fans vor­zu­ver­ur­tei­len und kol­lek­tiv zu be­stra­fen.

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