Fünf Jah­re Zeit

Lan­ge Ver­jäh­rungs­frist bei Dach-So­lar­an­la­gen

Pforzheimer Kurier - - RECHT IM ALLTAG -

Karls­ru­he (dpa/tmn). Tre­ten bei ei­ner Fo­to­vol­ta­ik­an­la­ge Män­gel auf, kön­nen Ei­gen­tü­mer ge­gen­über der Bau­fir­ma in der Re­gel Män­gel­an­sprü­che gel­tend ma­chen. Ist die So­lar­an­la­ge mit der Im­mo­bi­lie fest ver­bun­den, gilt da­für ei­ne Ver­jäh­rungs­frist von fünf Jah­ren. Das geht aus ei­ner Ent­schei­dung her­vor, die der Bun­des­ge­richts­hofs (BGH) ver­öf­fent­licht hat (Az.: VII ZR 348/13). Die Frist­län­ge sei ge­recht­fer­tigt, wenn die So­lar­an­la­ge auf dem Dach ein­ge­baut wur­de und so qua­si fest mit dem Ge­bäu­de ver­bun­den ist. Denn der Ein­bau der An­la­ge ent­spricht ei­ner Neu­er­rich­tung des Ge­bäu­des – des­halb gilt ei­ne Ver­jäh­rungs­frist wie bei Bau­wer­ken, ent­schie­den die BGH-Rich­ter.

FEST MIT DEM DACH VER­BUN­DEN sind Fo­to­vol­ta­ik- oder So­lar­an­la­gen. Des­halb gilt für sie die­sel­be Ver­jäh­rungs­frist wie beim Haus­bau selbst. Fo­to: obs/ENTEGA/Si­mon Motz

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