Po­ten­zi­el­le Welt­klas­se für den Kreis

Na­tio­nal­spie­ler Kohl­ba­cher ab 2018 bei Rhein-Neckar Lö­wen / Brest vor der Brust

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Von un­se­rem Re­dak­ti­ons­mit­glied Reinhard Sogl

Kro­nau/Östrin­gen. Wenn die RheinNeckar Lö­wen heu­te (18.30 Uhr) in der Frank­fur­ter Fra­port-Are­na im Heim­spiel der Handball-Cham­pi­ons-Le­ague auf den weiß­rus­si­schen Meis­ter HC Mesch­kow Brest tref­fen, wird sich auch Jan­nik Kohl­ba­cher un­ter die Zu­schau­er mi­schen. Für den Na­tio­nal­spie­ler ist die Be­geg­nung ein Ap­pe­tit­an­re­ger, denn der bul­li­ge Kreis­läu­fer wird sich ab der Sai­son 2018/19 selbst am Fleisch­topf Kö­nigs­klas­se la­ben – die neu­er­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on der Lö­wen für das Pre­mi­um­pro­dukt vor­aus­ge­setzt. Denn Kohl­ba­cher, noch ein­ein­halb Jah­re beim Bun­des­li­gis­ten HSG Wetz­lar un­ter Ver­trag, wird im Som­mer 2018 zum ak­tu­el­len Deut­schen Meis­ter wech­seln. Der 21-Jäh­ri­ge un­ter­schrieb bei den Lö­wen ei­nen Kon­trakt bis 2021.

„Jan­nik war im­mer ein Traum­spie­ler von mir. Ich woll­te ihn schon ha­ben, be­vor er von Groß­wall­stadt nach Wetz­lar ge­wech­selt ist“, sag­te Trai­ner Ni­ko­laj Ja­cob­sen und be­ton­te: „Er ist ei­ner der bes­ten Kreis­läu­fer in Deutsch­land – mit der Mög­lich­keit, ei­ner der bes­ten Kreis­läu­fer der Welt zu wer­den.“Zu­letzt be­ein­druck­te Kohl­ba­cher bei der WM. „Sei­ne Leis­tung in Frank­reich hat auch mich be­geis­tert“, gab Lö­wen-Ge­schäfts­füh­re­rin Jen­ni­fer Ket­te­mann zu, die auch auf den re­gio­na­len Be­zug des Ta­l­ents ver­wies: Kohl­ba­cher stammt aus Bens­heim und spiel­te in Leu­ters­hau­sen.

Die Lö­wen ver­pflich­te­ten den Mann von der Berg­stra­ße nicht als Nach­fol­ger für Hen­drik Pe­keler, der dann die Ba­de­ner Rich­tung Kiel ver­las­sen und vor al­lem im In­nen­blick ei­ne Lü­cke hin­ter­las­sen wird, son­dern viel­mehr für Ra­fa­el Bae­na, des­sen Ver­trag 2018 en­det. Kohl­ba­cher ist ein ähn­li­cher Spie­ler­typ wie der 34 Jah­re al­te Spa­nier, der am Sonn­tag beim 31:29-Sieg in Kris­ti­an­stad mit acht To­ren treff­si­chers­ter Lö­we war. Bae­na und die Kol­le­gen ka­men erst am Mon­tag zu­rück, so dass das gest­ri­ge Trai­ning rei­chen muss­te als Vor­be­rei­tung auf die heu­ti­ge Auf­ga­be.

Brest vor der Brust, äu­ßer­te sich Ja­cob­sen aber zu­ver­sicht­lich, dass sei­ne Mann­schaft die Leh­ren aus der 28:30-Nie­der­la­ge im Hin­spiel ge­zo­gen hat: „Die hat­ten uns mit ih­rem schnel­len Spiel über­rascht.“Dar­auf sei der Ta­bel­len­zwei­te nun ein­ge­stellt. Zu­dem hät­ten die Weiß­rus­sen noch grö­ße­re Ver­let­zungs­pro­ble­me als die Lö­wen. Ab­wehr­chef Ge­de­on Guar­dio­la will trotz Rip­pen­prel­lung auf die Zäh­ne bei­ßen.

„Jan­nik war im­mer ein Traum­spie­ler von mir“

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