Skep­sis in IOC-Krei­sen

Pforzheimer Kurier - - SPORT - Tho­mas Bach

Köln (sid). Meh­re­re IOC-Mit­glie­der ha­ben sich zu­rück­hal­tend zu ei­ner mög­li­chen Dop­pel­ver­ga­be der Olym­pi­schen Spie­le 2024 und 2028 an Pa­ris und Los An­ge­les ge­äu­ßert. Un­ter an­de­rem be­geg­ne­ten die Vi­ze-Prä­si­den­ten John Coa­tes, Ugur Er­de­ner und Zai­qing Yu in ei­ner Um­fra­ge des Bran­chen­diens­tes in­si­de­the­ga­mes.biz dem Vor­schlag eher skep­tisch. An­ge­sto­ßen hat­te die De­bat­te IOC-Boss Tho­mas Bach (Fo­to: AFP) mit der Äu­ße­rung, aus dem gän­gi­gen Pro­ce­de­re wür­den „zu vie­le Ver­lie­rer“her­vor­ge­hen.

Er­de­ner er­klär­te, der Plan sei „zu die­sem Zeit­punkt nicht durch­führ­bar“. Er ver­wies un­ter an­de­rem auf den Um­stand, dass mög­li­che In­ter­es­sen­ten für die Spie­le 2028 ih­re Be­wer­ber­rech­te ver­lie­ren wür­den. Yu be­ton­te die Not­wen­dig­keit ei­ner Än­de­rung der Olym­pi­schen Char­ta. Exe­ku­tiv­mit­glied Wu Ching-Kuo und der Nor­we­ger Ge­hard Hei­berg ver­wie­sen auf die zu lan­ge Zeit­span­ne zwi­schen 2017 und 2028. Durch­aus an­ge­tan von dem Vor­schlag ist da­ge­gen Richard Pound, das dienst­äl­tes­te IOC-Mit­glied: „An­ge­sichts der Not­wen­dig­keit, un­se­ren Pro­zess für die Ge­win­nung und Bei­be­hal­tung der Kan­di­da­ten­städ­te neu zu be­wer­ten, hät­te ich kei­ne Ein­wän­de ge­gen ei­ne ein­ma­li­ge Ent­schei­dung in Be­zug auf die Jah­re 2024 und 2028, vor al­lem, wenn wir ei­ne Ei­ni­gung zwi­schen den bei­den Städ­ten er­zie­len wür­den, wer zu­erst aus­rich­tet.“

Die Ent­schei­dung über die Ver­ga­be der Spie­le 2024 fällt am 13. Sep­tem­ber in Li­ma. Ne­ben Pa­ris und LA ist Bu­da­pest im Ren­nen. Die Be­wer­bung der Un­garn steht we­gen ei­nes mög­li­chen Bür­ger­re­fe­ren­dums auf der Kip­pe. Be­für­wor­ter der Dop­pel­ver­ga­be be­fürch­ten, dass die un­ter­le­ge­ne Welt­stadt so­wie das je­wei­li­ge Land das In­ter­es­se an den Spie­len ver­lie­ren könn­te. Los An­ge­les und Pa­ris hat­ten zu­letzt be­tont, sich nur für 2024 zu be­wer­ben.

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