Sie­ben Sa­chen

Schus­ter setzt auf ganz­heit­li­chen An­satz

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Lah­ti (sid). Sie­ben ist die Sum­me aus drei und vier. Und weil die Drei in der Zah­len­sym­bo­lik des Mit­tel­al­ters für die See­le, die Vier für den Kör­per steht, ver­kör­pert die Sie­ben de­ren voll­kom­me­nen Ein­klang. Dies zu wis­sen, mag bei ei­nem ge­ho­be­nen Ka­min­ge­spräch nütz­lich sein, hilft aber vor al­lem, Wer­ner Schus­ter zu ver­ste­hen. Denn die Lieb­lings­m­e­ta­pher des Ski­sprun­gBun­des­trai­ners ist Schlüs­sel sei­ner er­folg­rei­chen Ar­beit.

„Man muss sei­ne sie­ben Sa­chen zu­sam­men ha­ben“, liebt Schus­ter zu sa­gen, um im Ski­sprin­gen er­folg­reich zu sein: Wer ei­ne der kom­ple­xes­ten Sport­ar­ten über­haupt be­herr­schen, bei ei­nem Groß­er­eig­nis wie der am heu­ti­gen Mitt­woch be­gin­nen­den WM in Lah­ti er­folg­reich sein will, muss sie in Gän­ze be­trach­ten. Im Som­mer für den Win­ter ar­bei­ten, an Land für die Luft, mit der See­le für den Kör­per. Über al­lem steht zwar der Er­folg, auf den der Ös­ter­rei­cher seit sei­nem Amts­an­tritt 2008 kon­ti­nu­ier­lich hin­ar­bei­tet und den er jüngst im Sti­le des gro­ßen Vor­gän­gers Reinhard Heß ein­fuhr: Olym­pia-Gold 2014 durch das Team, WM-Ti­tel und Ge­s­amt-Welt­cup 2015 durch Se­ve­rin Freund – Schus­ter hat das vor ei­nem Jahr­zehnt dar­ben­de deut­sche Ski­sprin­gen wie­der flott ge­macht. Schus­ter sagt aber auch: „Man darf den Men­schen hin­ter der gan­zen Fas­sa­de nicht ver­ges­sen.“

Wenn nö­tig, fährt Schus­ter aber auch ei­ne un­be­que­me, har­te Li­nie. Als er als DSV-Chef­coach an­trat, wur­de un­ter Schus­ters Re­gie der Un­ter­bau neu ge­ord­net. „Leis­tungs­sport ist Leis­tungs­sport“, sag­te Schus­ter, „manch­mal kommt man an ei­ner knall­har­ten Ent­schei­dung nicht vor­bei.“

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