Karl mal­te den 23. Fe­bru­ar

Ma­ler wird in der Pforz­heim Ga­le­rie vor­ge­stellt

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – In das Le­ben und Werk des Ma­lers Bernhard Karl Be­cker (1899 bis 1991) führt Kunst­his­to­ri­ke­rin Re­gi­na M. Fi­scher am heu­ti­gen Mitt­woch, 22. Fe­bru­ar, 18 Uhr, in der Pforz­heim Ga­le­rie ein.

„Der ge­bür­ti­ge Pforz­hei­mer, der sein Stu­di­um an der hie­si­gen Kunst­ge­wer­be­schu­le be­gann, ist auch in sei­ner Bio­gra­fie auf viel­fäl­ti­ge Wei­se mit den Krie­gen und der Dik­ta­tur der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten ver­knüpft“, heißt es in der An­kün­di­gung. „Im Ers­ten Welt­krieg wur­de er schwer am rech­ten Arm ver­wun­det, nach der Macht­er­grei­fung kam er für Wo­chen ins Ge­fäng­nis, weil er sich für zwei jü­di­sche Mit­schü­le­rin­nen ein­ge­setzt hat­te.“We­gen Ver­tei­lens von An­tiK­riegs-Flug­blät­tern droh­te man ihm im Wie­der­ho­lungs­fal­le mit der Ein­wei­sung in ein Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger. Nach der Zer­stö­rung sei­ner Pforz­hei­mer Woh­nung und des Karls­ru­her Ate­liers, was den Ver­lust sei­nes ge­sam­ten bis­he­ri­gen Schaf­fens mit sich brach­te, ließ sich Bernhard Karl Be­cker 1946 in Sch­wet­zin­gen nie­der.

Im Be­stand der Pforz­hei­mer Kunst­samm­lung be­fin­det sich das ein­drucks­vol­le Ge­mäl­de „Pforz­heim, 23. Fe­bru­ar 1945“, das in an­nä­hernd abs­trak­ten Chif­fren das Schick­sal der Stadt ins All­ge­mein­gül­ti­ge er­hebt. Bernhard Karl Be­cker hat es 1954 ge­malt.

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