An­ge­bots­viel­falt er­höht sich

Neu­en­bürg wech­selt zum Dia­ko­nie­ver­band Nörd­li­cher Schwarz­wald

Pforzheimer Kurier - - ENZKREIS -

Neu­en­bürg (bh). Zum 1. Ja­nu­ar hat der Kir­chen­be­zirk Neu­en­bürg die Dia­ko­ni­sche Be­zirks­stel­le in Neu­en­bürg dem Dia­ko­nie­ver­band Calw über­tra­gen, der gleich­zei­tig in „Dia­ko­nie­ver­band Nörd­li­cher Schwarz­wald“um­be­nannt wur­de. Die Na­mens­än­de­rung sei auch ein wich­ti­ges Si­gnal an die Enz­kreis­ge­mein­den des Kir­chen­be­zirks ge­we­sen, sag­te De­kan Joa­chim Bot­zen­hardt, der auch dem Ver­bands­vor­stand an­ge­hört. Dar­über hin­aus wer­den die Kir­chen­be­zir­ke Pforz­heim Land, Mühl­acker und Neu­en­bürg zum 1. Ju­li den „Dia­ko­nie­ver­band Enz­kreis“zur ge­mein­sa­men Wahr­neh­mung kirch­lich dia­ko­ni­scher An­lie­gen grün­den.

Dies zu or­ga­ni­sie­ren ha­be et­was län­ger ge­dau­ert, weil im Enz­kreis auch die bei­den Lan­des­kir­chen mit un­ter­schied­li­chen Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tu­ren auf­ein­an­der­tref­fen, er­läu­ter­te Bot­zen­hardt. Der Dia­ko­nie­ver­band Mühl­acker wird dann auf­ge­löst. Kirch­li­che Kern­be­rei­che der dia­ko­ni­schen Ar­beit sind zum Bei­spiel So­zi­al- und Le­bens­be­ra­tung, Ehe- und Fa­mi­li­en­be­ra­tung so­wie Schwan­ge­ren­und Schwan­ge­ren­kon­flikt­be­ra­tung. Hin­zu kom­men Auf­ga­ben, die dem Ver­band durch Kom­mu­nen oder Land­kreis über­tra­gen wer­den, wie Mi­gra­ti­ons­be­ra­tung, Flücht­lings­ar­beit oder Be­treu­ungs­we­sen und Trä­ger­schaft von Kin­der­ta­ges­stät­ten.

Be­ra­tung mög­lichst aus ei­ner Hand an­zu­bie­ten sei das Ziel des Dia­ko­nie­ver­bands. Die Kir­chen­be­zir­ke pro­fi­tie­ren durch die bes­se­re Ver­net­zung, be­ton­te Ver­bands­vor­sit­zen­der Erich Hart­mann. Die Auf­ga­ben lie­ßen sich in ei­ner grö­ße­ren Ein­heit auch bes­ser be­wäl­ti­gen, er­gänz­te Ge­schäfts­füh­rer Bernd Sch­lan­de­rer. Für die Men­schen än­de­re sich im Grun­de ge­nom­men aber nichts, nur die An­ge­bots­viel­falt ha­be sich er­höht. „Die Hil­fe­su­chen­den ha­ben hier vor Ort wei­ter­hin ih­re An­ge­bo­te, es war uns wich­tig dass sich dar­an nichts än­dert“, be­ton­te Bot­zen­hardt. Den Dia­ko­nie­stand­ort Neu­en­bürg zu er­hal­ten, sei ein Haupt­ziel der Ko­ope­ra­ti­on ge­we­sen, die vom Kir­chen­be­zirk Neu­en­bürg bei der Herbst­syn­ode in Bad Wild­bad mit gro­ßer Mehr­heit be­schlos­sen wor­den war. Der Kir­chen­be­zirk Neu­en­bürg liegt größ­ten­teils in den Land­krei­sen Calw und Enz­kreis, ein klei­ner Teil auch im Kreis Ras­tatt. Man ha­be die dia­ko­ni­sche Ar­beit nicht in den Enz­kreis und den Kreis Calw auf­tei­len, son­dern die­se ei­nem leis­tungs­fä­hi­gen Ver­band an­ver­trau­en wol­len – und das sei der Dia­ko­nie­ver­band Nörd­li­cher Schwarz­wald. Der Ver­band hat 2017 ein Haus­halts­vo­lu­men von 5,2 Mil­lio­nen Eu­ro und be­schäf­tigt 112 Mit­ar­bei­ter.

Fo­to: Hel­big

DIE NEUAUSRICHTUNG des Ver­bands er­läu­ter­ten die Vor­stands­mit­glie­der des Dia­ko­nie­ver­bands Nörd­li­cher Schwarz­wald, De­kan Joa­chim Bot­zen­hardt, De­kan Erich Hart­mann und Ge­schäfts­füh­rer Bernd Sch­lan­de­rer (von links).

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