„Das gleicht ei­ner He­xen­jagd“

Hef­ti­ge Kri­tik an Trumps ver­schärf­tem Vor­ge­hen ge­gen il­le­ga­le Ein­wan­de­rer

Pforzheimer Kurier - - POLITIK -

Washington (AFP). Mit ih­rem Vor­stoß zum ver­schärf­ten Vor­ge­hen ge­gen il­le­ga­le Ein­wan­de­rer ist die US-Re­gie­rung auf hef­ti­ge Kri­tik bei Men­schen­rechts­grup­pen und der De­mo­kra­ti­schen Par­tei ge­sto­ßen. Die Or­ga­ni­sa­ti­on Co­ali­ti­on for Hu­ma­ne Im­mi­grant Rights ver­ur­teil­te die neu­en Richt­li­ni­en als „He­xen­jagd“. Hei­mat­schutz­mi­nis­ter John Kel­ly da­ge­gen ver­tei­dig­te das Vor­ge­hen und ver­wies auf die „na­tio­na­le Si­cher­heit“.

Die neu­en Richt­li­ni­en der Re­gie­rung von US-Prä­si­dent Do­nald Trump se­hen vor, mit ver­schärf­ten Raz­zi­en ge­gen il­le­ga­le Ein­wan­de­rer vor­zu­ge­hen. Kel­ly er­teil­te dem Grenz­schutz und den Ein­wan­de­rungs­be­hör­den ent­spre­chen­de An­wei­sun­gen. Dar­aus geht her­vor, dass bis auf we­ni­ge Aus­nah­men na­he­zu sämt­li­che der elf Mil­lio­nen ohne Auf­ent­halts­sta­tus im Land le­ben­den Men­schen nun ih­re Ab­schie­bung fürch­ten müs­sen. All je­ne, die ge­gen die Ein­wan­de­rungs­ge­set­ze ver­sto­ßen hät­ten, sei­en von „Voll­zugs­maß­nah­men“be­trof­fen, die bis hin zur Ab­schie­bung reich­ten, hieß es in den An­ord­nun­gen. Aus­nah­men da­von wür­den nur in „ex­trem be­grenz­ten“Fäl­len ge­macht, vor al­lem bei Min­der­jäh­ri­gen. Die Prio­ri­tät bei den Ab­schie­bun­gen liegt dem­nach auf il­le­gal im Land le­ben­den Men­schen, die we­gen Ver­bre­chen ver­ur­teilt oder auch le­dig­lich an­ge­klagt oder ver­däch­tigt sind. Aber auch an­de­re „Il­le­ga­le“, die bis­lang nicht son­der­lich um ih­ren Auf­ent­halt ban­gen muss­ten, sol­len nun ver­folgt wer­den. Kel­ly ar­gu­men­tier­te, das Vor­ge­hen sei not­wen­dig, um ein Pro­blem an­zu­ge­hen, das die Re­gie­rungs­res­sour­cen „über­mä­ßig be­las­tet“. „Die Bun­des­be­hör­den wer­den vom An­stieg der il­le­ga­len Ein­wan­de­rung an der süd­li­chen Gren­ze er­drückt“, be­grün­de­te Kel­ly die Maß­nah­men. Die Zu­nah­me der il­le­ga­len Ein­wan­de­rung sei „ein gro­ßes na­tio­na­les Si­cher­heits­ri­si­ko“. Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen kün­dig­ten rechtliche Schrit­te ge­gen die Ab­schie­be­re­geln an.

Kel­ly ver­füg­te eben­falls, dass sein Mi­nis­te­ri­um mit der Pla­nung des Baus ei­ner durch­ge­hen­den Mau­er an der Gren­ze zu Me­xi­ko be­ginnt. Bis­lang ist un­klar, wie die­ses Mil­li­ar­den­pro­jekt fi­nan­ziert wer­den soll. Zu­sam­men mit Au­ßen­mi­nis­ter Rex Til­ler­son kommt Kel­ly heu­te in Me­xi­ko mit Prä­si­dent En­ri­que Pe­ña Nieto zu­sam­men. Bei dem Tref­fen soll es un­ter an­de­rem um die „Grenz­si­che­rung“ge­hen. Zeit­ge­sche­hen

Heu­te Gespräche in Me­xi­ko ge­plant

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