Fah­rig an die Spit­ze

Rhein-Neckar Lö­wen mü­hen sich ge­gen Brest

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Frank­furt (mi­wi). Es war nicht be­son­ders schön, aber das scheint bei den Cham­pi­on-Le­ague-Par­ti­en der RheinNeckar Lö­wen in der Fra­port-Are­na in Frank­furt mit da­zu zu ge­hö­ren. Wie schon ge­gen Kris­ti­an­stad, Cel­je und Za­greb müh­ten sich die Ba­de­ner Hand­bal­ler ges­tern Abend in ih­rer „zwei­ten Heimat“, und ka­men nur zu ei­nem Zit­ter­sieg. Durch das 25:24 (11:12) wahr­ten die Lö­wen die Chan­ce auf den Grup­pen­sieg.

Zu­min­dest vor­über­ge­hend ha­ben die Lö­wen die Ta­bel­len­spit­ze in der Grup­pe B er­obert und kön­nen jetzt dar­auf hof­fen, dass Var­dar Skop­je ge­gen Cel­je über­ra­schend Punk­te lässt. Und seit ges­tern ist auch klar, dass die Lö­wen nicht mehr von Brest ab­ge­fan­gen wer­den kön­nen, der vier­te Rang ist der Mann­schaft von Ni­ko­laj Ja­cob­sen si­cher – und die Mög­lich­keit, noch bes­ser ab­zu­schnei­den ist wie­der ein Stück grö­ßer ge­wor­den. „Wenn nie­mand den Grup­pen­sieg will, neh­men wir ihn ger­ne“, sag­te Oli­ver Rog­gisch mit Blick auf die en­ge Kon­stel­la­ti­on im Klas­se­ment.

Ei­nem Ta­bel­len­füh­rer war die Leis­tung ges­tern al­ler­dings nicht wür­dig, vor al­lem in der ers­ten Halb­zeit bo­ten die Ba­de­ner im An­griff eher ein Feh­ler­fes­ti­val denn ein rau­schen­des Fest. Im­mer­hin stimm­te der Auf­tritt in der Ab­wehr und weil die Weiß­rus­sen eben­falls nicht feh­ler­frei agier­ten, la­gen die Ba­de­ner nach 30 Mi­nu­ten nur mit ei­nem Tor zu­rück (11:12.). „Ir­gend­wie war je­der von uns mit sich selbst be­schäf­tigt, auch ich“, sag­te An­dy Schmid. Der Spiel­ma­cher mach­te un­ge­wohnt vie­le Feh­ler, durf­te di­rekt nach der Pau­se aber von der Bank aus zu­schau­en, wie sei­ne Kol­le­gen die Be­geg­nung über ei­ne star­ke Leis­tung in der Ab­wehr dreh­ten. Vie­le Ball­ge­win­ne hat­ten die Lö­wen in die­ser Pha­se und gin­gen fol­ge­rich­tig mit zwei To­ren in Füh­rung (17:15). Ab­set­zen konn­ten sich die Ba­de­ner aber nicht, so dass die Par­tie im­mer span­nen­der wur­de. Vier Mi­nu­ten vor dem En­de sa­hen die Lö­wen dann wie der Ver­lie­rer aus, als Schmid mit ei­nem Wurf schei­ter­te und Brest im Ge­gen­zug auf 24:22 er­höh­te. Doch die Ba­de­ner fan­den noch ei­nen Weg, das en­ge Match für sich zu ent­schei­den. Schmid und Si­gurds­son schaff­ten un­ter dem Ju­bel der knapp 1 900 Zu­schau­er schnell den 24:24-Aus­gleich und weil Mi­ka­el Ap­pel­g­ren in den Schluss­mi­nu­ten nicht mehr zu über­win­den war, be­deu­te­te das Tor von Schmid ge­nau 60 Se­kun­den vor dem En­de den vier­ten Ein-To­re-Er­folg im fünf­ten Cham­pi­ons-Le­ague-Heim­spiel in Frank­furt.

Rhein-Neckar Lö­wen: Schmid (7/1), Si­gurds­son (7/2), Bae­na (6) Men­sah Lar­sen (2), Gro­etz­ki (2), Pe­keler (1).

NICHT GANZ ZU­FRIE­DEN wa­ren die Lö­wen um Ra­fa­el Bae­na. Fo­to: im­a­go

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