Pforz­hei­mer Ruf heißt „Fa­ckeln aus“

Kund­ge­bun­gen / De­mons­tra­ti­on am Wart­berg

Pforzheimer Kurier - - PFORZHEIM -

PK – „Pforz­heim Na­zi­frei! Kein Platz für Rechts­ex­tre­mis­mus und Frem­den­feind­lich­keit in un­se­rer Stadt.“Un­ter die­sem Mot­to gibt es am heu­ti­gen 23. Fe­bru­ar ei­ne De­mons­tra­ti­on und Kund­ge­bung des Deut­schen Ge­werk­schafts­bun­des und der Initia­ti­ve ge­gen Rechts. Treff­punkt ist um 17.15 Uhr der Markt­platz, wo DGB-Kreis­vor­sit­zen­der Wol­fDietrich Gla­ser die Teil­neh­mer be­grüßt. Um 17.30 Uhr star­tet der De­mons­tra­ti­ons­zug zum Wart­berg. Am En­de in der Kreuz­stein­al­lee gibt es ab 18.30 Uhr ei­ne Kund­ge­bung, bei der der Lan­des­vor­sit­zen­de des DGB, Mar­tin Kunz­mann und die Spre­che­rin der Initia­ti­ve ge­gen Rechts, Ka­trin Lech­ler, spre­chen wer­den. Mu­sik da­zu gibt es von Lu Tho­me und Fred­dy Strieg­ler.

An­schlie­ßend heißt es ab 19.30 Uhr auf dem Markt­platz „Fa­ckeln aus! Pforz­heim setzt Zei­chen.“Nach­dem mit Glo­cken­ge­läut ab 19.50 Uhr über 20 Mi­nu­ten der Zer­stö­rung Pforz­heims am 23. Fe­bru­ar 1945 ge­dacht wur­de, gibt es ei­nen ge­mein­sa­men Se­gen ver­schie­de­ner Re­li­gi­ons­ver­tre­ter so­wie ein Schluss­wort von Ober­bür­ger­meis­ter Gert Ha­ger.

Wei­ter zum heu­ti­gen Ge­denk­tag gibt es auch wie­der die Mo­sa­ik­plat­ten­ak­ti­on. Sie ist die­ses Jahr ab 13.30 Uhr in der Schlöss­le-Ga­le­rie. Die frü­he­ren Mo­sa­ik­plat­ten mit ih­ren zahl­rei­chen Frie­dens­bot­schaf­ten ha­ben in­zwi­schen ei­ne neue Blei­be in der Flücht­lings­un­ter­kunft Tha­les gefunden, teilt die Stadt­ver­wal­tung wei­ter mit. Da­her ha­be das Kul­tur­amt in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Stadt­ju­gend­ring und dem Ju­gend­ge­mein­de­rat neue Plat­ten ge­stal­tet: Die Bot­schaft soll lau­ten: 72 Jah­re Frie­den – Mit­ein­an­der! Zum neu­en Aus­le­ge­ort Schlöss­leGa­le­rie heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung: Die we­nigs­ten Pforz­hei­mer wüss­ten, dass der Na­me an ei­ne am 23. Fe­bru­ar 1945 zer­stör­ten Fa­b­ri­kan­ten­vil­la er­in­nern soll, das Boh­nen­ber­ger Schlöss­le. In ei­nem Bun­ker auf dem Grund­stück sind 1945 zahl­rei­che Men­schen ums Le­ben ge­kom­men.

Mit der De­mons­tra­ti­on und der Kund­ge­bung in der Kreuz­stein­al­lee wol­len die Ver­an­stal­ter ge­mein­sam ein fried­li­ches Zei­chen set­zen, „wo das rech­te Übel in un­se­re Stadt aus­strah­len will“und so dem ent­ge­gen­tre­ten. Auch der AfD-Er­folg in Pforz­heim bei der Land­tags­wahl 2016 gibt den Ge­werk­schaf­tern und den Mit­glie­dern der Initia­ti­ve ge­gen Rechts An­lass zu gro­ßer Sor­ge, tei­len die Grup­pie­run­gen wei­ter mit. Die Na­zis könn­ten sich nun ver­stärkt Hoff­nung auf ein brei­tes Re­ser­voir an frem­den­feind­li­chen und men­schen­ver­ach­ten­den Ein­stel­lun­gen ma­chen.

„Ge­ra­de im An­ge­sicht der er­star­ken­den rech­ten Kräf­te, müs­sen wir Jung­so­zia­lis­tin­nen und Jung­so­zia­lis­ten ein Zei­chen für Welt­of­fen­heit set­zen“, teilt auch die Kreis­vor­sit­zen­de der Ju­sos, An­ne-Ma­rie Berg, mit. Da­mit ver­bun­den ist ein Ap­pell an der De­mons­tra­ti­on ge­gen den Auf­tritt rech­ter Kräf­te auf dem Wart­berg und bei der Kund­ge­bung „Fa­ckeln aus! Pforz­heim setzt Zei­chen“mit­zu­wir­ken.

Mo­sai­ke beim frü­he­ren Boh­nen­ber­ger Schlöss­le

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