Mü­de Lö­wen

Mi­ni­ma­lis­ten in Frank­furt

Pforzheimer Kurier - - SPORT - An­dy Schmid

Frank­furt/Kro­nau (mi­wi). Heu­te wird in der Trai­nings­hal­le in Kro­nau noch ein­mal ge­mein­sam ge­übt, an­schlie­ßend schickt Ni­ko­laj Ja­cob­sen die Spie­ler der Rhein-Neckar Lö­wen in ein frei­es Wo­che­n­en­de. Es wird in den kom­men­den Wo­chen die letz­te Mög­lich­keit für die Hand­ball­pro­fis und ih­ren Trai­ner sein, zwei Ta­ge lang ab­zu­schal­ten. Das kann nicht scha­den, denn beim 25:24-Zit­ter­sieg in der Cham­pi­ons Le­ague am Mitt­woch ge­gen den HC Mesh­kov Brest wirk­ten die Lö­wen mü­de – im Kopf und in den Bei­nen.

Auf den ers­ten Blick wirkt es wie ei­ne be­son­de­re Qua­li­tät ei­ner Spit­zen­mann­schaft, die im­mer nur so gut spielt, wie es eben nö­tig ist, um am En­de als Sie­ger vom Feld zu ge­hen. Be­son­ders in den Heim­spie­len in der Kö­nigs­klas­se kann man die­sen Ein­druck be­kom­men, denn schon zum vier­ten Mal sieg­ten die Lö­wen mit nur ei­nem Tref­fer. „Jetzt ha­ben wir fünf Par­ti­en in Frank­furt ge­spielt, vier da­von ge­won­nen, aber ein ne­ga­ti­ves Tor­ver­hält­nis“, sag­te An­dy Schmid (Fo­to: dpa) und muss­te lä­cheln. Der Spiel­ma­cher und sei­ne Team­kol­le­gen ha­ben sich zu Mi­ni­ma­lis­ten auf in­ter­na­tio­na­lem Par­kett ent­wi­ckelt – und wei­ter­hin die Chan­ce, die Grup­pen­pha­se der Cham­pi­ons Le­ague auf dem ers­ten Platz zu be­en­den.

Ak­tu­ell ha­ben die Ba­de­ner die Ta­bel­len­füh­rung über­nom­men, al­ler­dings ein Spiel mehr aus­ge­tra­gen. Var­dar Skop­je hat die Mög­lich­keit, mit ei­nem Heim­er­folg ge­gen Cel­je wie­der an den Lö­wen vor­bei­zu­zie­hen. „Mal se­hen, was pas­siert, aber ich glau­be ei­gent­lich nicht, dass Var­dar noch ei­ne Par­tie ver­liert“, gab sich Schmid rea­lis­tisch. Die Ba­de­ner wol­len zu­min­dest den zwei­ten Platz in der Ta­bel­le ver­tei­di­gen. „Dann hät­ten wir in ei­nem mög­li­chen Vier­tel­fi­na­le im Rück­spiel Heim­recht“, blick­te der Schwei­zer schon ein­mal vor­aus.

Um in die Run­de der letz­ten Acht auf in­ter­na­tio­na­lem Par­kett zu ge­lan­gen, wird sich der deut­sche Meis­ter stei­gern müs­sen. Vier Mi­nu­ten vor dem En­de sah es beim 22:24-Rück­stand so­gar nach ei­ner Nie­der­la­ge aus, ehe ei­ne Ener­gie­leis­tung doch noch den Sieg für die per­so­nell ge­schwäch­ten Lö­wen brach­te.

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