Bu­da­pest steigt aus

Pforzheimer Kurier - - SPORT -

Bu­da­pest (sid). Wie­der ein Korb für das IOC, doch die­ses Mal dürf­te sich der Frust in Gren­zen hal­ten. Denn soll­te das In­ter­na­tio­na­le Olym­pi­sche Ko­mi­tee (IOC) die Som­mer­spie­le 2024 und 2028 tat­säch­lich in ei­nem Zug ver­ge­ben, hät­te Bu­da­pest eh kei­ne Rol­le ge­spielt. Hier­für sind Pa­ris und Los An­ge­les vor­ge­se­hen. Und den­noch ist der Rück­zug von Bu­da­pest bit­ter. Nach Bos­ton, Ham­burg und Rom sprang nun schon der vier­te Kan­di­dat ab.

„Na­tür­lich ist die­se Ent­schei­dung ne­ga­tiv für das IOC“, sag­te Walt­her Trö­ger, IOC-Eh­ren­mit­glied. Die Ar­gu­men­te der Olym­pia-Geg­ner mach­ten klar, „man ver­traut der Agen­da von IOC-Prä­si­dent Tho­mas Bach nicht, vor al­lem in der Fra­ge, wie das IOC mit sei­nen Be­wer­bern um­geht“, sag­te der 88-Jäh­ri­ge.

Wie­der schei­ter­te ei­ne Be­wer­bung an der Mei­nung der Bür­ger. Ei­ne Grup­pe von Ak­ti­vis­ten hat­te über 250 000 Un­ter­schrif­ten ge­sam­melt und da­mit ein Bür­ger­re­fe­ren­dum er­zwun­gen. Dar­auf woll­ten sich die Po­li­ti­ker nicht mehr ein­las­sen – hät­te es doch ei­ne Nie­der­la­ge ge­ge­ben.

So blei­ben Pa­ris und Los An­ge­les im Ren­nen, bei­de wie ge­macht für ei­ne Dop­pel­ver­ga­be auf der IOCSes­si­on am 13. Sep­tem­ber in Li­ma. Pa­ris könn­te für 2024 den Zu­schlag er­hal­ten, LA für 2028. „Es ist nun wahr­schein­li­cher, dass man bei­de Spie­le zu­sam­men ver­gibt“, sag­te Sport­öko­nom Wolf­gang Ma­en­nig. Das IOC kön­ne es sich bei ei­ner Ab­stim­mung für 2024 nicht er­lau­ben, ei­ne die­ser Städ­te durch­fal­len zu las­sen: „Die­ser Kan­di­dat schmollt und kommt für 2028 nicht wie­der.“

Auch vor den Win­ter­spie­len 2022, die in Pe­king statt­fin­den, hat es in Mün­chen, Kra­kau, Lem­berg und Stock­holm vier Aus­stei­ger ge­ge­ben. Am En­de blie­ben nur Pe­king und Al­ma­ty als Kan­di­da­ten üb­rig.

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